In Klagenfurt (Österreich) kocht gerade ein Konflikt über die Bezeichnung eines Konditoreiprodukts hoch, die als rassistisch kritisiert wird. Es geht um das „Negerbrot“, eine Schokoladentafel, die die Konditorei & Patisserie Dominikus Zehrer in ihrem Sortiment führt. Es gibt öffentlichen Protest, Unterschriftenaktionen und Schmierereien auf der Schaufensterscheibe der Niederlassung des Traditionsbetriebes, zu der sich das „Widerstandskollektiv Klagenfurt/Celovec“ bekannte. In der dazugehörigen Erklärung hieß es nach Angaben der Kronen Zeitung: „Auf den hinterlassenen Postern waren unter anderem Sprüche wie ,Habt ihr den Schuss nicht gehört?!‘ und ,Wir müssen nicht erklären, warum das N-Wort rassistisch ist!‘ zu lesen.“
Firmeninhaber Peter Nimmervoll scheint gewillt zu sein, den Konflikt auszusitzen. „Unser Negerbrot hat immer schon so geheißen und wird auch weiterhin so heißen“, sagte er der Kronen Zeitung. „Wir lassen uns doch nicht erpressen.“ Juniorchef Philipp Nimmervoll ergänzte: „Wir bekommen so viele Zuschriften, in denen die Leute uns sagen: Lasst euch ja nicht unterkriegen, nicht einknicken.“ Laut Website gibt es im Moment Lieferschwierigkeiten wegen der großen Nachfrage. Der Klagenfurter Bürgermeister hatte zu einem „Solidaritätskauf“ aufgerufen, diesen Aufruf allerdings auf Anraten der Polizei wieder zurückgenommen.
Das Thema ist so „heiß“, dass manche Zeitungen, die darüber berichten, nicht wagen, den Produktnamen auszuschreiben, sondern sich mit Bezeichnungen wie „N****-brot“ behelfen. Die Kommentarspalten der berichtenden Zeitungen im Internet quellen über mit Kommentaren.




















