Wir haben in der Redaktion über ein Thema gegrübelt und brauchen für die Auflösung Ihre Hilfe: Viele Bäckereien sind dazu übergegangen, in der Präsentation nur die hochwertigen sowie die zentral hergestellten Snacks zu zeigen. Wünscht ein Kunde ein einfaches Käse- oder Wurstbrötchen, belegt es die Verkäuferin frisch für ihn. Auf diese Möglichkeit wird manchmal hingewiesen, oft aber auch nicht. Dahinter steht der schöne Plan, an den bequemen Kunden die Premium-Snacks mit hohem Deckungsbeitrag zu verkaufen. Stammkunden mit Spargenen werden ebenfalls zufriedengestellt. Die wissen ja, dass sie auf Nachfrage ein Brötchen mit Butter und Wurst bekommen können. So weit, so gut. Wenn die Variante klappt, sehen Theke wie Durchschnittsbon sehr ansprechend aus. Bäcker und Kunde sind gleichermaßen zufrieden.
Es lassen sich aber auch Gegenargumente finden. So wollen manche Kunden vielleicht nicht nach der Sonderanfertigung fragen, speichern den Bäcker als „Apotheke“ ab und suchen sich für die Zukunft einen anderen Anbieter. Nutzen dagegen viele das Angebot der Sonderanfertigung und bestellen ihr einfaches Brötchen, wird das für den Bäcker zum teuersten Artikel. Die Verkäuferin saust los, holt ein Brötchen, läuft weiter zur Belegstation oder zum Kühlschrank, bereitet den Snack zu – und hätte in der Zeit auch vier Snacks aus der Theke verkaufen können.
Sie sehen, die Frage ist kniffelig. Falls Sie hier eine gefestigte Meinung haben, die sich mit Zahlen unterfüttern lässt, freuen wir uns über eine Nachricht an waclawek@baeckerwelt.de. Schon, um die redaktionsinterne Diskussion zu einem eindeutigen Ende zu bringen. Einigkeit konnten wir übrigens so oder so in einem Punkt erzielen: Ein Preiseinstiegssnack – idealerweise einfach in der Herstellung und doch mit einem gewissen Pfiff – gehört heute auf jeden Fall ins Sortiment.
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