Krieg in der Ukraine: Weiterhin große Hilfsbereitschaft

Foto: Susanne Erb-Weber

Krieg in der Ukraine: Weiterhin große Hilfsbereitschaft

19.04.2022 | Benno Kirsch

Die Bereitschaft von Bäckern, die durch den Überfall auf die Ukraine ausgelösten Not zu lindern, ist ungebrochen. So hat sich die Bäckerei Veit (Bempflingen) mit über 9.000 Euro an der lokalen Initiative „Ermstal hilft“ beteiligt. Man übernahm die Kosten für einen Lkw-Transport in Höhe von 5300 Euro und führte im März spontan eine Spendenaktion den Fachgeschäften und Cafés durch, über die nach drei Wochen bereits 3803,40 Euro an Spendengeldern einbrachte. „Diese Spendenaktion setzen wir auch die nächsten Monate fort, denn die Ukraine-Hilfe wird noch lange Zeit notwendig sein“, sagte Geschäftsführerin Cornelia Veit.

Konditormeisterin Anja Hünemörder-Pritzner aus Warnkenhagen bei Wismar verkaufte 1.525 Kekse in den ukrainischen Farben Gelb und Blau zu 1,40 Euro pro Keks. Davon dienten jeweils 50 Cent als Spende; Hünemörder-Pritzner stockte den Betrag dann noch auf. Das Geld soll an die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V.“ gehen. Unterstützung bei ihrer Aktion erhielt sie unter anderem von der Gärtnerei Wiencke, die die Kekse weiterverkaufte. „Viele unserer Kunden haben häufig die Kaufsumme aufgerundet“, sagte Hünemörder-Pritzner der Ostsee-Zeitung. „Das Schicksal der Ukrainer bewegt unsere Menschen sehr.“

Die Bäckerei Biel aus Delligsen brachte schon bald nach Beginn des Überfalls ein Spendenbrot ins Sortiment, von dem die Hälfte des Erlöses gespendet wurden. Binnen vier Wochen kamen auf diese Weise 5.870 Euro zusammen, die der Bäcker auf 10.000 Euro aufrundete.

Auch der Gastrolieferant Salomon Foodworld engagierte sich für geflüchtete Ukrainer. Eine Mitarbeiterin, die aus Rumänien stammt, vermittelte den Kontakt zu einer Hilfsorganisation in ihrer Heimat, der man 15.000 im Unternehmen hergestellte Mahlzeiten schickte. Die Lebensmittel wurden nach Suceava im Nord-Osten von Rumänien geliefert, wo viele ukrainischen Flüchtlinge ankommen. Der lokale Handelspartner „Marathon Distribution“ verteilt die Ware an die Schnellrestaurant-Kette „Spartan“, die bereits jetzt vor Ort für Flüchtlinge kochen.


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