Der Neustart des Osnabrücker Unternehmers Jan Leysieffer ist gescheitert. Die JL GmbH hat Insolvenzantrag beim Amtsgericht Osnabrück gestellt. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Betroffen sind das im Sommer 2025 eröffnete Café mit Confiserie-Produktion in Osnabrück-Atter sowie die angeschlossenen Vertriebsaktivitäten. Auch die Confiserie-Standorte in Hamburg und Berlin sollen geschlossen werden. Die Entwicklung habe sich bereits angedeutet. Das Café an der Benzstraße im Gewerbegebiet Osnabrück-Atter war zunächst „aus organisatorischen Gründen“ geschlossen worden. Nun bestätigte Jan Leysieffer den Insolvenzantrag. In einer Stellungnahme spricht die Familie von einem „schweren Schritt“ und verweist auf wirtschaftliche Belastungen sowie Verzögerungen beim Aufbau des Standortes. Nach Darstellung des Unternehmens hätten sich Bauverzögerungen, gestiegene Kosten infolge des Ukraine-Krieges, höhere Rohstoffpreise und eine schwache Konsumstimmung negativ ausgewirkt. Das Konzept in Atter sollte ursprünglich bereits 2024 starten, eröffnete jedoch erst im Sommer 2025. Kernidee war ein Café- und Confiserieangebot an einem Schnellladepark nahe der A1-Anschlussstelle Osnabrück-Hafen. Das Amtsgericht wird zunächst einen vorläufigen Insolvenzverwalter einsetzen.
Für Leysieffer ist es der nächste Rückschlag in einer langen Krisengeschichte. Das 1909 gegründete Confiserieunternehmen der Familie hatte bereits 2019 erstmals Insolvenz angemeldet und wurde anschließend mehrfach weiter veräußert. Markenrechte, Rezepte und Produktionsanlagen gingen später an die Confiserie Rabbel aus Westerkappeln. Jan Leysieffer hatte daraufhin mit der neu gegründeten JL GmbH einen Neustart versucht.




















