Mein Jahresrückblick… – ein Kommentar von Trond Patzphal, Verleger

Mein Jahresrückblick… – ein Kommentar von Trond Patzphal, Verleger

11.01.2022 | Trond Patzphal

Was war das für ein Jahr! Andy Brehme (für die Spätgeborenen: Fußballweltmeister 1990) hat mal gesagt, „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ – für mich die beste Beschreibung für 2021. Ich habe jetzt drei Bekannte und zwei Freunde weniger, denn ich hatte vor meinem Hauseingang das Schild aufgehängt „Hier nur Eintritt mit 3G“. Im Übrigen weiß ich nun sicher: Studium und Abitur helfen nicht zwingend gegen Dummheit, Ignoranz und Egoismus. Okay, ich bin nicht unbedingt dafür bekannt, verschiedene Strömungen und Interessen friedlich integrativ vereinigen zu wollen. Gegen Ende des Jahres konnte ich diesbezüglich aber so Einiges lernen: Die Regierungsbildung ging schnell, reibungslos und vertraulich! Meine geliebte Schwiegermutti sagte mit ihren 86 Jahren: „Laßt die mal machen. Bei so vielen Parteien werden die schwachsinnigsten Pläne bestimmt schon aus dem Verkehr gezogen, bevor sie die Öffentlichkeit erreichen.“ Und als Groupie von Habeck freut sie sich, daß ihr Liebling immerhin Vizekanzler geworden ist! Lernen konnte man 2021 allerdings auch, wie sich eine ehemalige Volkspartei namens CDU mit Ansage und sichtbarer Freude am Untergang zerlegte – nennt sich das jetzt „Politikgendern“, wenn der „Kleinste“ es werden muß …? Apropos Gendern: Das findet ohne uns und nicht in unseren Zeitschriften statt, ich bin da ein bißchen konservativ. Beispiel gefällig? Das Wort Lehrer bezeichnet definitiv nicht einen männlichen Lehrer, sondern kommt vom Verb lehren, und aus einem Verb wird im Deutschen ein Substantiv, indem man die Infinitiv-Endung wegläßt und stattdessen „er“ hinten dranhängt: bohren – Bohrer, lutschen – Lutscher, lehren – Lehrer, verlegen – Verleger. So einfach ist das. Und so wird es bei uns auch bleiben! Was war sonst noch? Okay, es gab Ärger: Meine Artikel zum Berufsförderungswerk und über gewisse Urlaubsaktivitäten des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt fanden nicht überall Zustimmung – so ist es, als Verleger hat man nicht nur Freunde, was eigentlich schade ist, weil ich doch eher ein geselliger Mensch bin! Aber zum Glück bin ich ja überhaupt nicht nachtragend, und so ließ sich manches klären. Mein Highlight 2021: Die Verleihung des Marktkieker im neuen und 3G-Format. Eine super Veranstaltung, endlich mal wieder Menschen umarmen und tanzen. Zum krönenden Abschluss nahmen die Mitarbeiter von Preisträger Max Kugel aus lauter Freude ein kühles Bad im „Pool“ der Bar (Im Ernst: Die Betreiber des Alando Palais freuten sich mit den Worten: Endlich hat mal jemand erkannt, wozu das Bassin da ist …). Damit mußten wir auch keine Planschgebühr abführen und – auch eine großartige Leistung – nicht einer der Teilnehmer hat sich bei dieser Veranstaltung mit Corona infiziert! Wie im letzten Jahresrückblick angekündigt, ging es im September zum Pilgern auf den Jakobsweg. Im INGER Verlag läuft eine solche Aktion unter „Betriebsausflug“; ein bisschen Buße tun kann meinen Kollegen schließlich auch nicht schaden. Einzig Verlagsdalmatiner April hatte Sinn und Zweck des Ganzen nicht verstanden und sorgte in einer freilaufenden Hühnerschar (und bei deren Besitzern) für Angst und Schrecken. Nach gefühlten 37 Kilometern Fußmarsch leckten wir unsere Fußwunden bei Pils und Pizza und sind sicher, für mindestens die nächsten drei Jahre genug Buße getan zu haben. Aus pädagogischen Gründen hat Verlagshund April nun ein Stoffhuhn, mit dem sie den liebevollen Umgang mit der Spezies Federvieh üben kann. Meine Bäckerfreunde erzählten mir übrigens, daß sich das Bäckerjahr umsatztechnisch erfreulich verabschiedet hat. Wenn wir jetzt noch einige der 2,2 Millionen Arbeitslosen als Mitarbeiter für unsere Verkaufsstellen und Backstuben gewinnen, könnte 2022 doch ganz gut laufen, oder? Ich wünsche Ihnen allen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr, eine gute Gesundheit und daß hre Hoffnungen und Erwartungen in Erfüllung gehen!


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