Österreichs Bäcker murren über Umsatzsteuersenkung

Foto: Andrea Piacquadio / Pexels 2017

Österreichs Bäcker murren über Umsatzsteuersenkung

02.07.2026 | Benno Kirsch

Um die Lebensmittelinflation zu dämpfen und die Verbraucher zu entlasten, ist die Umsatzsteuer auf ausgewählte Lebensmittel in Österreich seit dem 1. Juli 2026 gesenkt worden. Doch was die Verbraucher freuen kann, sorgt unter den Bäckern schon seit Wochen für Unmut, der auch seit dem Stichtag kaum abgeflaut ist. Vor allem kleine Händler klagen über die mit der teilweisen Senkung von 10,0 auf 4,9 Prozent verbundene Arbeit bei der Umstellung der Warenwirtschafts- und der Kassensysteme. Bei den Bäckern kommt hinzu, dass sie sich nicht immer im Klaren sind, welche ihrer Produkte unter die Senkung fallen und welche nicht. Die Regel besagt, dass Produkte mit einem Fett- und Zuckergehalt von über 5,0 Prozent nicht von der Senkung betroffen sind. Jetzt müssen sie sich Klarheit über die Zusammensetzung ihrer Produkte verschaffen. Hinzukommt, dass Speisen, die im Café verzehrt werden, weiterhin mit 10 Prozent besteuert werden, während bei Speisen to go die Umsatzsteuer ebenfalls gesenkt wird. Und was, fragen sich viele, wird mit dem Aufwand erreicht? Wenig, lautet ihre Antwort. „Für uns entstehen da Kosten in der Höhe von mehreren hundert Euro, für etwas, das nicht sinnvoll ist oder irgendjemandem etwas bringt”, kritisiert Bäcker und Cafébetreiber Reinhard Krill gegenüber dem Portal heute.at. „Das hätte ich mir echt ersparen wollen.“

Steuersenkung bei Grundnahrungsmitteln in Österreich (Tabelle)