Plan B

Plan B

16.02.2021 | Christin Krämer

Als unsere Redaktion diese Ausgabe fertigstellte, versank Deutschland teilweise im Schneechaos. Von Mobilität konnte kaum die Rede sein und einige, die dem Wetter trotzen wollten, fuhren kurzerhand in eine Vollsperrung. Die dauerte gute 20 Stunden und brachte sogar für viele eine Nacht im Auto mit sich. „Wäre ich mal lieber zu Hause geblieben“, mag da der eine oder andere gestöhnt haben. Zuhause, das hat in Corona-Zeiten eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn Zuhause ist für viele nicht mehr nur der private Wohnbereich, sondern Arbeitsplatz, Schule, Uni und Treffpunkt für Verabredungen zugleich. Praktisch, nicht? Ein Ort für alles sozusagen. Dabei war vor der Pandemie die Gastgeberschaft noch eins der Leitwörter der Gastronomie. Doch wann wir mal wieder ungestört als Gast – ohne Maske, Plexiglas und Abstand – unterwegs sein können, steht weiter in den Sternen. Zwar heißt es von Seiten der Verbraucher: „Sobald die Restaurants, Cafés und Coffeebars wieder geöffnet haben, kommen wir“, doch wer sagt uns, dass das auch so eintreffen wird? Nach dem ersten Lockdown konnten auch nur verhaltene Kundenströme im Gastgewerbe registriert werden. Die Durchhalteparolen an alle vom Lockdown betroffenen Branchen erscheinen vor diesem Hintergrund lächerlich, denn die Situation ist für nicht wenige existenzbedrohend. Es muss ein Plan B her. Und Lösungen. Dass die nicht von der Regierung kommen, versteht sich von selbst. Denn das hat sie beim Thema Coronahilfen schon unter Beweis gestellt. Die Devise lautet also wie so oft: Sich am eigenen Schopf auf dem Sumpf ziehen. Das ist mal wieder leichter gesagt, als getan. Wie kann ich als Unternehmer überleben, wenn die Mobilität meiner Kunden eingeschränkt ist? Wie locke ich Gäste mit Vorbehalten in mein Café? Wie kurbele ich mein Außer-Haus-Geschäft an? Das sind nur drei Fragen von gefühlten tausend. Nur das Ziel ist klar: Ihre Lösungen müssen besser sein als das neue Zuhause.


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