Sachsen-Anhalts Ministerpräsident im Dialog zum Tag des Deutschen Brotes

Foto: BW / Lukas Orfert 2026

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident im Dialog zum Tag des Deutschen Brotes

05.05.2026 | Lukas Orfert

Seit Januar ist Sven Schulze (CDU) Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt. Anlässlich des 14. Tag des Deutschen Brotes begab er sich heute mit ausgewählten Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette aus Sachsen-Anhalt in den Dialog. Christof Engelke, Magdeburger Mühlenwerke, hatte in die Landeshauptstadt eingeladen. Die Interessenvertreter von Bauern, Müllern, Handwerksbäckern, Brotindustrie, Energieversorgern und Kreditinstituten machten dem Ministerpräsidenten ihre Positionen klar und stießen damit auf offene Ohren. Jürgen Hinkelmann, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, und Norbert Lötz, Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, sprachen anlässlich des Tag des Deutschen Brotes in ihren Reden über die Herausforderungen der backenden Branche. Im Gespräch ging es um bürokratische Belastungen, die Düngeverordnung, eine tragfähige Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen oder die Frage, wo zukünftige Arbeitskräfte herkommen sollen. Schulze betonte dabei unter anderem die Bedeutung eines engen Drahtes von Unternehmen und Politik: „Wir müssen schneller Themen lösen und dürfen die Herausforderungen nicht vor uns herschieben.“ Beim gemeinsamen Mittagessen ging es auch um die Frage, wie Schulze in Sachsen-Anhalt das Ruder herumreißen kann. Er steht in seinem Land vor großen Aufgaben: Schon im September stehen Landtagswahlen an, und die aktuellen Umfrageergebnisse sehen düster aus. Zuletzt lag die CDU im Juni 2025 mit 34 Prozent vor der AfD mit 30 Prozent. Laut der letzten Sonntagsfrage im März 2026 erreicht die CDU als zweitstärkste Kraft nur noch 25 Prozent, die AfD käme auf 38 Prozent. „Wenn wir in diesem Land falsch abbiegen, dann wird Sachsen-Anhalt eine Insel, mit der keiner reden will. Das möchte ich meiner Heimat ersparen“, sagte Schulze. „Dafür werde ich hart arbeiten.“ Schulze übernahm das Amt des Ministerpräsidenten von seinem Vorgänger Reiner Haseloff. Dieser war nach 15 Jahren an der Spitze des Landes zurückgetreten. Damit geht Schulze als amtierender Regierungschef und nicht nur als CDU-Spitzenkandidat in die Landtagswahl im Herbst.