Sicherheitsnetze

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10.07.2022 | Lukas Orfert

Bargeldhandling kostet – nicht nur den Obolus, den die Bank einstreicht. Die Kollegen an der Kasse könnten sich beim Wechselgeld verzählen. Am Abend steht zudem ein Kassensturz an, der ebenfalls Zeit und damit Geld kostet. Außerdem mag es Mitarbeiter geben, die der Verlockung nicht widerstehen können, die eine oder andere Münze abzuzwacken. Da liegt die Überlegung nahe, einfach ganz auf die Annahme von Bargeld zu verzichten. Je nach Lage und Publikum mag das funktionieren. Hippe Cafés sind jedenfalls Orte, an denen das zum Konzept passt und die Gäste sich darauf einstellen. Doch damit sind Risiken verbunden! Einerseits gibt es immer noch Kunden, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Karte oder anderen Alternativen greifen. Und die letzten Wochen haben gezeigt, dass auch das Risiko besteht, über längere Zeiträume überhaupt keine Zahlungen mehr annehmen zu können. Jedenfalls dann, wenn das falsche Terminal auf dem Tresen stand. Das ließe sich mit einem Ausweichgerät vermeiden. Doch was ist bei einem Internetausfall? Wer für das tägliche Geschäft nur bargeldlose Varianten akzeptiert, sollte einen Ausweichplan für den Fall der Fälle in der Schublade liegen haben – etwa, wie die Mitarbeiter im Verkauf doch das Bargeld wieder annehmen können. Sonst drohen fremd verschuldete Umsatzausfälle. Und immerhin ist und bleibt Bargeld vorerst das einzige gesetzliche Zahlungsmittel.


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