Strandgut

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13.04.2021 | Trond Patzphal

Unsere Berichterstattung über das „Förderungswerk für die Beschäftigten im deutschen Bäckerhandwerk“ hat im Nachgang so Einiges an „Strandgut“ anonym in unsere Redaktion gespült…..

Wir sichten noch, aber es gibt interessante neue Themen, die Abwicklung der ZVK (Zusatzversorgungskasse des deutschen Bäckerhandwerks), aber auch den Haushaltsplan 2018 bis 2020 des Zentralverbandes des deutschen Bäckerhandwerks.

Wo bleiben eigentlich die Erlöse aus der IBA und welcher Mitarbeiter wird von wem bezahlt? Erstaunlich, wie viele „Ansprechpartner“ (siehe hier auch https://www.baeckerhandwerk.de/baeckerhandwerk/struktur-organisationen/zentralverband/praesidium-und-ansprechpartner/) über die ehrenamtlich tätigen Präsidiumsmitglieder hinaus, man mit den ausgewiesenen Personalkosten beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerk – im Jahre 2018 waren es 203.880,87 inkl. der SV-Beiträge – bezahlen kann.

Da stellt sich konkret die Frage, auf welcher Payroll der eine oder andere MitarbeiterIn „segelt“ und mit welcher Begründung. Uns würde auch interessieren, wieviel Geld dem Zentralverband aus der IBA zufließt – immerhin die „Führende Weltmesse für Bäckereien“: Im Haushaltsplan des Zentralverbandes ergibt sich hier kein Hinweis, obwohl der ZV Eigentümer der IBA ist. Spannend auch die Frage, was mit diesem Geld passiert, für was es ausgegeben wird und wer darüber entscheidet……..Wir reden hier nicht über „peanuts“ sondern über Millionenbeträge, die alle drei Jahre in die Kasse gespült werden, nur in welche?

Weiterhin erreichten uns die Bilanzen einiger ADB Fachschulen, von denen zumindest eine bilanziell überschuldet ist und ihren Betrieb wohl auch schon eingestellt hat und dem Vernehmen nach hat ein Landesinnungsverband sogar Vermögenswerte in der Schweiz – ob das stimmt, ob über einen Treuhänder oder direkt, wissen wir nicht und vor allem auch noch nicht warum. Wir bleiben aber an diesem Thema dran!

Das „Management“ des Förderungswerks hat sich bis heute noch nicht bei uns gemeldet, also scheinen die von uns geschilderten Sachverhalte zum Thema „Förderungswerk“ im Großen und Ganzen zu stimmen.

Und man muß es in aller Deutlichkeit sagen, damit es auch der letzte Verbandsfürst versteht: Es ist nicht okay, wenn Gelder des Förderungswerks für die Finanzierung der Geschäftsstelle einer Landesinnung verbraucht werden!
In den Briefen und Mails, die uns erreichen, wird völlig zu Recht die Forderung nach Transparenz aufgestellt und hier sind jetzt Ehrenamt und Funktionäre gefordert, die zu schaffen!

Ich weiß, daß es manchmal lästig sein kann, die Spielregeln einer Demokratie einzuhalten, die Aufgabe der Presse (und dazu zählt auch die Fachpresse) ist im Grundgesetz beschrieben. Die Antworten der Landesinnungsverbände auf unsere Fragen war eine Unverschämtheit, da können sich die Verbände ein Vorbild an der Gewerkschaft nehmen, die uns unsere Fragen umfassend beantwortete. Vielleicht sollte der eine oder andere Verbandsfunktionär einmal einen Kurs in Staatskunde bei der vom Förderungswerk mitfinanzierten Gewerkschaftsschule in Oberjosbach belegen…. dann klappt´s beim nächsten Mal auch besser mit den Antworten!

Glück auf aus Bochum!

Ihr Trond Patzphal

Ich freue mich auf Ihre Briefe und Mails. Schreiben Sie mir unter patzphal@ingerverlag.de.


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