Ukraine in Not – Bäcker helfen weiter

Foto: neelam279 / Pixabay 2022

Ukraine in Not – Bäcker helfen weiter

10.05.2022 | Benno Kirsch

Schon zum sechsten Mal wurden kürzlich in der Bäckerei Westerhorstmann (Düsseldorf) Backwaren auf einen Lkw verladen, der für notleidenden Menschen in der Ukraine bestimmt war. Die Spenden stammen von den Bäckereien Behmer, Busch, Pass, Hinkel, Puppe, Schüren, Westerhorstmann und Terbuyken aus Düsseldorf und Umgebung. Sie spenden jeweils 300 bis 350 Brote. Der Rheinischen Post sagte Frank Bachhausen von Westerhorstmann: „Wir haben verschiedene Bäckereien angesprochen, und es machen viele mit.“ Organisiert werden die Hilfsfahrten von der Gesellschaft Atelier Ernährungswende und dem Berufsverband Die Freien Bäcker. Gebacken werde nach Feierabend, erklärte Thomas Puppe. „Das ist für uns doch das Geringste; wir müssen ja schließlich nicht im Keller schlafen.“ Für die Aktion wurden in einem Monat insgesamt 30.500 Brote, 2016 Nussecken und 855 Panettone gebacken und in die Ukraine gebracht.

Die Anfang März gestartete Hilfsaktion der Bäckerei Der Mann (Wien) für die Opfer des Ukraine-Krieges hat rund 15.000 Euro eingebracht. Unter dem Motto „Genießen und gleichzeitig Gutes tun“ entwickelte man einen Krapfen in Blau-Gelb, den Farben der Ukraine, der über die Wiener Fachgeschäfte vertrieben wurde. Von jedem verkauften Teil ging ein Euro in den Spendentopf. Jetzt wurde der Scheck dem Caritas-Direktor der Erzdiözese Wien überreicht. Anlässlich der Übergabe sagte Bäcker Michael Mann: „Die Geschehnisse in der Ukraine lassen die Bäckerei DerMann nicht unberührt, deshalb war es uns wichtig ein Zeichen der Solidarität zu setzen und eine Spendenaktion zu starten. Unser Dank gilt aber besonders unseren Kundinnen und Kunden, denn mit ihrem Kauf der Friedenskrapfen haben sie erneut bewiesen, dass auch ihnen soziales Engagement am Herzen liegt.“

Dass jeder, auch ein kleiner Bäcker helfen kann, stellte die Bäckerei Reif aus Johannisthal (Bayern) unter Beweis. Sie unterstützt die „Aktion Roman“ eines Ortsansässigen, indem sie Spenden für dessen Hilfstransporte entgegen nimmt.


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