In einigen Discountern finden Kunden ihren Kaffee neuerdings hinter abschließbarem Plexiglas neben teuren Spirituosen, Elektronikartikeln und Tabakwaren wieder – als potenzielles Diebstahlsgut. Dass ein geradezu alltägliches Genussmittel mancherorts wie ein Luxusgut gehandelt wird, zeigt einmal mehr, dass die Welt des Kaffees an einem Wendepunkt steht. Und tatsächlich befinden sich die Preise derzeit auf einem Hoch, gleichzeitig bleibt der Fokus vieler Marktakteure auf niedrigen Einkaufspreisen bestehen. Ein Spagat, der auf Dauer nicht tragfähig ist. Die Antwort liegt nicht in kurzfristiger Absicherung – hinter Plexiglas –, sondern in einer langfristigen Neujustierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Jetzt liegt es an der Kaffeebranche, den anstehenden Transformationsprozess aktiv zu gestalten.
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