Zentralverband: 2025 war kein schlechtes Jahr für das Bäckerhandwerk

Bild: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks

Zentralverband: 2025 war kein schlechtes Jahr für das Bäckerhandwerk

09.06.2026 | Alea Brockhaus

Das Bäckerhandwerk hat seinen Umsatz im Jahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen um 1,3 Prozent auf 18,14 Milliarden Euro gesteigert. Wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks mitteilt, verlangsamte sich zudem der Rückgang der Betriebszahlen. Die Zahl der handwerklichen Bäckereien sank 2025 um 2,8 Prozent auf 8.659 Betriebe. Positiv bewertet der Verband die Entwicklung bei den Neugründungen: Mit 448 neuen Betrieben wurde der höchste Wert seit 2018 erreicht. Die Zahl der Beschäftigten ging im vergangenen Jahr leicht um 1,4 Prozent auf 232.000 zurück. Verbandspräsident Roland Ermer sieht die Branche zwar weiterhin als leistungsfähig und widerstandsfähig, warnt jedoch vor einer zunehmenden Belastung durch hohe Energie- und Personalkosten sowie wachsende Bürokratie. Der Verband fordert unter anderem weniger Regulierung, eine Reform des Arbeitszeitgesetzes und Maßnahmen zur Begrenzung der Lohnnebenkosten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Bäckerhandwerks zu sichern. „Unsere Zahlen zeigen, dass das Bäckerhandwerk noch stabil ist. Aber Stabilität ist kein Selbstläufer. Wenn Deutschland ein starkes Handwerk will, braucht es endlich eine Wirtschaftspolitik, die Leistung belohnt, statt sie mit Bürokratie, Kosten und Verboten auszubremsen. Wenn die Politik die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands weiter vernachlässigt, werden wir in den kommenden Jahren deutlich mehr Betriebsaufgaben sehen. Noch ist Zeit gegenzusteuern. Diese Zeit muss genutzt werden. Unsere Betriebe liefern täglich – jetzt muss auch die Politik liefern“, so Ermer.