Nach der Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer in Freiburg gibt eine Umfrage bei Gastronomen und Einzelhändlern erste Hinweise auf die wirtschaftlichen Folgen, die auch Bäckereien treffen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks fordert daher in einem offenen Brief an den Städte- und Gemeindebund, die Abgaben in den betroffenen Kommunen auszusetzen und Neueinführungen zu überdenken.
Laut der Umfrage der IHK Südlicher Oberrhein unter 107 Betrieben in Freiburg verzeichneten zwei von drei Betrieben gesunkene Verkaufszahlen bei Heißgetränken und Kaffee zum Mitnehmen. Nur etwas weniger betroffen ist das Mitnahmesortiment bei warmen Speisen. Der Einbruch des für Bäckereien so wichtigen To-Go-Geschäfts bedrohe die wirtschaftliche Grundlage der Betriebe, so Roland Ermer, Präsident des Zentralverbands. Als Belastung empfänden viele Bäcker zudem den administrativen Mehraufwand sowie die Diskussionen mit Kunden, die vor allem das Personal im Verkauf ausbaden müssten. Der Effekt der Steuer sei zudem fraglich. In 78 Prozent der befragten Betriebe würden die Kunden weiterhin Einwegverpackungen bevorzugen. Dafür gewerbesteuerzahlende Betriebe weiter zu schwächen und potenziell leerstehende Innenstädte in Kauf zu nehmen, könne auch aus der Perspektive der Kommunen nicht gewollt sein, heißt es vom Zentralverband.




















