Newsletter 28/2023

Newsletter 28/2023

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Warnstreik in Kuchenproduktion des Lila Bäckers
  2. Investor beteiligt sich an Bäckerei Stamm
  3. GB: Nur ein Le Pain Quotidien-Standort bleibt
  4. Vierte Insolvenz für Achimer Stadtbäckerei
  5. Jung und Kleiner machen gemeinsame Sache
  6. Arbeitsgericht: Wer Teilzeit ablehnt, muss gute Gründe haben
  7. Kommentar: Der heilige Sonntag

Nachruf

  1. Unternehmensgründer Gerhard Schubert verstorben

Neues aus der Redaktion

  1. Fünf schnelle Fragen

Aktuelles von der VDB

  1. VDB Rheinland besichtigte die Bäckerei Evertzberg
  2. Termine der VDB

Die Kuchenbäcker der Mäkelbörger Kuchenmanufaktur fordern 430 Euro mehr Lohn: Am 5. Juli traten in Neubrandenburg rund 60 der insgesamt 170 Mitarbeiter des Lila Bäcker-Tochterunternehmens in einen zweistündigen Warnstreik. Wie der Nordkurier berichtet, folgten die Angestellten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die die Aufnahme von Tarifverhandlungen fordert. Die Arbeitgeberseite wies die Forderung von mehr Lohn als „unrealistisch“ im Hinblick auf die unverhältnismäßige Erhöhung der Preise für Brote und Backwaren zurück. „Vor dem Hintergrund unserer wirtschaftlichen Situation und der allgemeinen Marktlage wäre eine weitere Lohnerhöhung um 20 Prozent existenzgefährdend“, betonte Viola Kaluza, Geschäftsführerin der Unser Heimatbäcker Holding.

Der Lila Bäcker beschäftigt 1.600 Mitarbeiter in 230 Filialen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Produziert wird in Neubrandenburg und Pasewalk.

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Ein Investor steigt bei der Bäckerei Stamm ein: Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, hat der Binger Backbetrieb mit sechs Filialen in dem Unternehmen Good Owners Century 21 einen neuen Miteigentümer gefunden. Die bio-zertifizierten Bäckerei fügt sich damit in das Portfolio der Düsseldorfer Beteiligungsfirma, welches sich die Investition in Nachhaltigkeitsthemen auf die Fahnen geschrieben hat. Die Eigentümerfamilie Lennarz erhoffe sich durch den neuen Partner an seiner Seite eine Stärkung am Markt. Ziel der Zusammenarbeit sei es, das Sortiment der Bäckerei auszuweiten und neue Standorte zu erschließen.

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In welcher Filiale sind die Retouren zu hoch? Wo wird falsch kassiert? Wo gab es frühzeitige Ausverkäufe?

Auf diese und viele weitere Fragen bietet das benutzerfreundliche Dashboard der BäckerAI schnelle und präzise Antworten. Sie erhalten eine beispiellose Transparenz in Ihren Kennzahlen und können durch die grafische Aufbereitung der Inhalte eventuelle Unregelmäßigkeiten schneller erfassen und beheben.

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Das britische Unternehmen Brunchco UK LTd., das acht Le Pain Quotidien-Standorte in London und einen in Oxford betreibt, hat Insolvenz angemeldet. Darüber berichten verschiedene Medienportale wie Foodservice und Bloomberg. Im Juni 2020 hatte Brunchco die Standorte der weltweit operierenden Bäckerei- und Kaffeekette in Großbritannien übernommen. Durch die Insolvenz fallen nicht nur 250 Arbeitsplätze weg, auch schließen alle Standorte bis auf einer: Nicht betroffen sei ein Café am Bahnhof St. Pancras, das von der Schwestergesellschaft SPQ Holdings Ltd. betrieben wird, die sich nicht im Insolvenzverfahren befindet. Zu Insolvenzverwaltern wurden Sarah Rayment und Philip Dakin von der Restrukturierungsfirma Kroll Advisory berufen. Gegenüber Bloomberg nannte Rayment den geringen Kundenandrang, hohe Mieten und gestiegene Lohnkosten als Ursache für die Schieflage.

Le Pain Quotidien betreibt weltweit mehr als 260 Filialen in 20 Ländern. Die Standorte in den Vereinigten Staaten, in Belgien und in Paris sind vollständig im Besitz des Unternehmens, während alle anderen internationalen Le Pain Quotidien-Restaurants Franchise-Unternehmen sind.

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Nach den Schieflagen in den Jahren 2013, 2019 und 2020 folgt nun die vierte Insolvenz für die Achimer Stadtbäckerei. Das geht aus einem Presseschreiben der Bremer Insolvenzkanzlei Willmer  Köster hervor. Laut Meldung wurde Dr. Malte Köster, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, vom Amtsgericht Verden zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Bäckerei-Kette bestellt. Zu den Gründen für das Insolvenzverfahren heißt es in dem Schreiben der Kanzlei: „Eine wesentliche Ursache der finanziellen Schieflage bei der Achimer Stadtbäckerei ist ein schwieriges Branchenumfeld, das in besonderem Maße von hohen Kostensteigerungen für Energie und Rohwaren gekennzeichnet ist. Nach den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie konnten diese zusätzlichen Belastungen nicht länger kompensiert werden.“ Die Stadtbäckerei produziert am Standort in Achim-Uesen Backwaren für insgesamt 32 Garde Bäcker-Filialen in Bremen und im Umland sowie in Cuxhaven und Buxtehude. Der Geschäftsbetrieb könne vorerst weitergeführt werden. In den kommenden Wochen werden mögliche Zukunftsperspektiven geprüft. Dazu wurde ein strukturierter Investorenprozess gestartet.

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pixabay.com / geralt 2023

Zwei Zürcher Bäckereien fusionieren: John Baker-Gründer Jens Jung und die Bäckerei Kleiner von der Gastrogruppe Zürcher Mensen- und Kantinenbetreiberin (ZFV) schließen sich zu einem Joint-Venture zusammen. Laut Berichten der Handelszeitung laufe die neue Firma unter dem Namen Kleiner Jung AG. Die dazugehörigen neun Filialen sollen demnach „Jung – inspiriert von John Baker“ heißen. Statt an zwei Standorten produziert die neue Bäckerei künftig nur bei Kleiner in Altstetten. Während Jungs John Baker-Filialen von der Fusion nicht betroffen seien, verschwinde die Marke Kleiner.

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Einem Urteil des Arbeitsgerichts Hannover zufolge ist die Ablehnung des Antrags eines Mitarbeiters auf Teilzeit ohne gute Gründe nicht zulässig (Urteil vom 19. April 2023, Az. 5 Ca 142/22). Die DGB-Rechtsschutzstelle meldet, dass der klagende Maschinenbediener einer Großbäckerei gesiegt habe, weil sein Arbeitgeber keine konkreten, nachvollziehbaren Gründe für die Ablehnung seines Antrags auf Reduzierung der Arbeitszeit angeführt habe. Der Kläger wollte seine Arbeitszeit von 38,5 auf 30 Stunden reduzieren und diese an vier Arbeitstagen ableisten. Doch die Bäckerei lehnte ab und verwies auf allgemeine betriebliche Belange, die dünne Personaldecke im Betrieb und die Schwierigkeit, auf dem Arbeitsmarkt neue Mitarbeiter zu finden.

Wer schon etwas länger in der Branche unterwegs ist, kann sich noch gut an die Kämpfe um die Sonntagsöffnung erinnern. Die Befürworter wollten auch am Ruhetag der Woche das Frühstücksgeschäft nicht den Tankstellen überlassen. Die Gegner argumentierten insbesondere mit einer Überlastung der kleinen Betriebe, wo die Familie dann ihren letzten freien Tag in der Woche verlieren würde. Aus heutiger Sicht haben beide Recht behalten. Viele Betriebe erreichen am Sonntag ihre mit Abstand besten Stundenleistungen. Außerdem lassen sich hier noch am besten Neukunden gewinnen. Da allerdings immer weniger Menschen trotz der guten Zuschläge am Sonntag arbeiten möchten, bleibt die Mehrbelastung in den Bäckerfamilien hängen. Heute ist auf diese Weise also ein dritter Punkt hinzugekommen, an den damals merkwürdigerweise niemand gedacht hat: Auch Bäckereimitarbeiter wünschen sich die Fünf-Tage-Woche. Die Schließung am Sonntag ist für manchen Kollegen zum Argument der Mitarbeitergewinnung geworden. Und unsere Ansicht in der Sache? Wir finden zugegebenermaßen, dass es mit allgemeingültigen Ratschlägen umso schwerer wird, je besser man sich in der Branche auskennt. Festlegen möchten wir uns aber in einem Punkt: Wenn Sie die Frage der Sonntagsöffnung vor fünf Jahren diskutiert und sich für die Öffnung entschieden haben, ist jetzt die Zeit für eine vorurteilsfreie Überprüfung gekommen. Nicht nur aus Gründen der Mitarbeiterbindung. Die Kostenbelastung hat sich so verändert, dass ein Nachrechnen unter Einbeziehung des Verwaltungs- und Logistikaufwands zu einem anderen Ergebnis als vor fünf Jahren kommen kann. Zumindest für einige Standorte. Also: Alle Beteiligten an einen Tisch, frisch den Taschenrechner gezückt und die Sonntagsstrategie auf den Prüfstand gestellt.

Dirk Waclawek
Chefredakteur

1966 gründete Gerhard Schubert in Crailsheim die Gerhard Schubert GmbH.
Foto: Gerhard Schubert GmbH 2023

Gerhard Schubert, der Gründer und Gesellschafter des Verpackungsmaschinenherstellers Schubert, ist am 4. Juli 2023 im Alter von 84 Jahren in Crailsheim verstorben. Die Verpackungsbranche verliert mit ihm eine prägende Gestalt und eine herausragende Persönlichkeit.

Den ganzen Nachruf finden Sie auf der Bäckerwelt-Website.

Julia Scharfenberger (li.), Susann Seidemann und Kristina Bomm (re.). Foto: BW / Dirk Waclawek 2023

Zu den beliebtesten Rubriken des Instagram-Auftritts der Bäckerwelt gehören die „Fünf schnellen Fragen“. Redakteurin Kristina Bomm nutzte natürlich die Gelegenheit, als die iba-Vertreterinnen Susann Seidemann (Projektleitung) und Julia Scharfenberger (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) unseren Verlag besuchten. Wie sich die beiden bei dem Quiz geschlagen haben, ist auf der Bäckerwelt-Website zu bewundern.

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Gemütlicher Ausklang der Betriebsbesichtigung bei lebhaften Diskussionen sowie Kaffee und Kuchen. Foto: BW / Stefan Schütter 2023

Die VDB-Landesgruppe Rheinland besuchte am Dienstag, den 4. Juli 2023, die Bäckerei Evertzberg in Remscheid. Der auf 20 Teilnehmer begrenzte Termin war leicht überbucht. Während der Betriebsbesichtung waren das ausgeklügelte Produktionskonzept, der weitgehende Verzicht auf Zusatzstoffe aller Art, die Belieferung des Handels als zweites Standbein oder das effiziente Energiesparkonzept der Bäckerei interessante Themen. Zum Ausklang gab es Kaffee und Kuchen in der Filiale Genuß Hoch 3.

Fachredakteur Stefan Schütter hat Impressionen von der Veranstaltung in einem Video festgehalten, das Sie sich hier barrierefrei und kostenlos auf der Bäckerwelt-Website anschauen können.

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, Bäko Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Süd
Termin: 26. September 2023
Veranstalter: VDB Deutschland Süd

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB

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Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

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Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland

Telefon: +49 (0)541 58 05 44-51
Telefax: +49 (0)541 58 05 44-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de

Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Newsletter 27/2023

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. SPD fordert deutliche Anhebung des Mindestlohns
  2. Bäko-Zentrale: mehr Umsatz und Geschäfte der Zukunft
  3. Spatenstich für neue Produktion bei Bäckerei Mayer aus Isny
  4. Bäckerei Armster insolvent – Sanierung angestrebt
  5. Hausmesse bei Martin Braun in Hannover
  6. Toilette im Fachgeschäft wieder nicht-öffentlich
  7. Bleibt der ermäßigte Umsatzsteuersatz für die Gastronomie?
  8. Thüringen wählt Celestina Brandt zur Landesinnnungsmeisterin
  9. Kommentar: Wir wollen Gitta Connemann zurück

Neues aus der Redaktion

  1. Besuch bei der Confiserie Nessbach und Schwalber (Video)

Aktuelles von der VDB

  1. VDB lädt zu Alfred-Kühn-Vorlesung und zum 25. Forum Ost
  2. Termine der VDB

Foto: Gerd Altmann / Pixelio 2014

So schnell kann es gehen. Da tagte letzte Woche die Mindestlohnkommission und kam ihrer im Mindestlohngesetz vorgesehenen Aufgabe nach: Mehrheitlich sprach sie sich in ihrer Sitzung vom 26. Juni 2023 dafür aus, den Mindestlohn zum 1. Januar 2024 auf 12,41 Euro zu erhöhen und ab dem 1. Januar 2025 auf 12,82 Euro. Darauf reagierte der Zentralverband Deutschen Bäckerhandwerks pflichtgemäß und warnte vor das Bäckerhandwerk in seiner Existenz bedrohenden Kostensteigerungen. „Statt die Lohn-Preis-Spirale und damit letztlich die Inflation weiter anzuheizen, ist die Politik gefordert, endlich wirksam die hohe Inflation zu bekämpfen“, sagte Friedemann Berg, stellvertretender ZV-Hauptgeschäftsführer.

Die Pressemitteilung war kaum heraus, da sorgte SPD-Parteichef Lars Klingbeil dafür, dass sie Makulatur wurde. Er brachte am Wochenende in einem Zeitungsinterview die Untergrenze von 13,50 bis 14,00 Euro ins Spiel. Im Gespräch mit Bild am Sonntag verwies Klingbeil auf die Inflation und sagte: „Das Leben ist teurer geworden, deshalb brauchen wir generell höhere Löhne im Land.“ Er kritisierte auch die Kommission, deren Empfehlung, den Mindestlohn in einem ersten Schritt nur um 41 Cent zu erhöhen, deutlich zu niedrig sei.

Bei der letzten Erhöhung des Mindestlohns auf 12,00 Euro war die Mindestlohnkommission von der Bundesregierung übergangen worden. Die aktuelle Entscheidung erfolgte zum ersten Mal nicht einvernehmlich, sondern mehrheitlich. Die europäische Richtlinie gibt keine konkreten Werte vor. Lars Klingbeil ist seit kurzem Brotbotschafter.

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Stefan Strehle, Vorstandssprecher der Bäko-Zentrale, präsentiert auf der Generalversammlung am 28. Juni 2023 in Kamp-Lintfort den Geschäftsbericht 2022. Foto: BW / Lukas Orfert 2023

Die Bäko-Zentrale lud am 28. Juni zu ihrer Generalversammlung nach Kamp-Lintfort. Mit Blick auf den Geschäftsbericht 2022 konstatierte Stefan Strehle, Vorstandssprecher der Bäko-Zentrale: „Die Bäko-Organisation geht gestärkt aus der Krise hervor.“ Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftete die Bäko insgesamt 16,6 Prozent mehr Umsatz. Das Bäckerhandwerk konnte im Vergleich laut Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks auf ein Umsatzwachstum von 9,4 Prozent blicken. Neben dem Zahlenwerk führte Strehle die Gäste auch durch vergangene und zukünftige Projekte der Bäko. Darunter interne Weichenstellungen, aber auch Vorhaben, welche die Mitglieder der Genossenschaft weiter voranbringen sollen. Etwa die Einführung von Bäko-Payment oder ein Konzept zum regionalen Anbau von Rohstoffen, die bereits umgesetzt wurden oder noch in diesem Jahr folgen sollen. In einer Veranstaltung am Vortag kündigte die Bäko-Zentrale zudem ein Pilotprojekt an: Gemeinsam mit dem Hamburger Start-up Autonomo entwickelt die Genossenschaft unter dem Namen Bäko AutoPos neue Filialsysteme. Dank Kameras ist in selbigen kein Kassiervorgang mehr notwendig.

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Die Zeiten des mühsamen und zeitaufwändigen Bestellmanagements sind vorbei!

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Durch die Nutzung Ihrer vorhandenen Verkaufsdaten und die Berücksichtigung externer Aspekte wie Wetter, Feiertage und über 150 weiterer Faktoren berechnet die BäckerAI die erwartete Nachfrage sechs Tage im voraus. Selbstverständlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei Bedarf die Bestellvorschläge anzupassen. Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, unsere Planungslösung drei Monate unverbindlich und ohne Vertragslaufzeit zu testen und buchen Sie auf unserer Webseite Ihr kostenloses Erstgespräch.

Spatenstich für den Neubau einer Produktionsstätte der Bäckerei Mayer aus Isny am 20. Juni 2023. Foto: Bäckerei Mayer 2023

In Isny im Allgäu ist am 20. Juni 2023 der erste Spatenstich für den Neubau einer Produktion der Bäckerei Mayer (27 FG) gesetzt worden. Entstehen soll ein zweigeschossiges Gebäude, das sich zur Straße hin offen und einladend präsentiert. Im Erdgeschoss sind hinter transparenten Wänden aus Glas das Café und der Backwarenverkauf eingeplant. Im Obergeschoss werden die Büros und der Mitarbeiterbereich untergebracht, im rückwärtigen, straßenabgewandten Gebäudetrakt sind Produktion und das Lager.

Die Geschäftsleitung der Bäckerei Mayer ging 2020 an die inzwischen fünfte Generation der Familie. Andreas Mayer ist Bäckermeister und Produktionschef, seine Schwester Bernadette Ernährungsberaterin und Verantwortliche für den Vertrieb, Seraphine Mayer-Wagner hat die kaufmännische Leitung inne. Das Unternehmen teilte mit: „Wir freuen uns, unsere Mitarbeiter und Kunden ab Sommer 2024 in der neuen Backstube mit Café am Angele-Hof begrüßen zu dürfen.“

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Foto: betexion – photos for free / Pixabay 2021

Die Bäckerei Armster aus Kyritz (140 Mitarbeiter, 23 Fachgeschäfte) hat beim zuständigen Amtsgericht Neuruppin erfolgreich einen Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens zur Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger. Matthias-Christian Armster führt die Geschäfte weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 140 Mitarbeiter sind für die nächsten drei Monate durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Verursacht wurde die Schieflage nach Angaben der beratenden Rechtsanwaltskanzlei BBL vor allem durch die erheblich gestiegenen Energiekosten sowie die massive Verteuerung der Rohstoffpreise. Auch der Personalmangel habe sich negativ auf den Betrieb ausgewirkt. „In der Eigenverwaltung liegt die Chance, unser traditionsreiches Unternehmen wieder zukunftsfähig aufzustellen und den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen der Bäckereibranche in Deutschland souverän zu begegnen“, sagte Inhaber Armster. Der Betrieb der Fachgeschäfte und der Produktion in Kyritz würden uneingeschränkt fortgeführt. Es sei beabsichtigt, das Eigenverwaltungsverfahren mit der Sanierung des Betriebs zum Jahresende erfolgreich abzuschließen.

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Bei der Hausmesse von Martin Braun am 14. Juni 2023 in Hannover informierten Lieferanten des Bäckerhandwerks über neue Produkte und neue Trends.  Foto: BW / Benno Kirsch 2023

Ins Backforum der Martin Braun Gruppe in Hannover waren Bäcker, Konditoren und Eismacher am 14. Juni 2023 zur Hausmesse eingeladen. Hier präsentierte sich der Backzutatenhersteller mit seinen Marken Braun, Agrano, Wolf ButterBack, Diversi Foods, Capfruit und Cresco Italia. Außerdem hatte er Partner aus der Zulieferer- und Anlagenbranche eingeladen. Unter anderem Krumbein rationell, Miwe, Copago, Gehrke Econ, Foodtracks, Günthart, Rego Herlizius und Diosna waren mit Informationsständen zugegen.

Krumbein rationell demonstrierte in der „Gläsernen Backstube“ des Backforums auf einer Linie, wie Bäcker ihre Snack- und ihre Feingebäckproduktion rationalisieren können. In der „Speaker’s Corner“ machten die Experten der Partnerbetriebe ihre Zuhörer auf aktuelle Trends aufmerksam und wiesen auf Möglichkeiten hin, sie nutzbringend in ihren Unternehmen einzusetzen. Bei diesen Vorträgen kamen vor allem Themen zur Sprache, denen Bäcker und Konditoren gerne ausweichen: Nachhaltigkeitsberichterstattung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Retourensteuerung, vegane Backwaren, Optimierung der Lieferkette. Weiterlesen auf der Bäckerwelt-Seite

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Foto: Nina Edmondson / Pixabay 2017

Im Rahmen der Aktion „Nette Toilette“ hatte die Bäckerei Steinbrink aus Remscheid die Toilette eines ihrer Fachgeschäfte der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Doch da diese in der Folge immer wieder über Gebühr verschmutzt war, hat sich die Bäckerei nun aus der Vereinbarung mit der Stadt zurückgezogen.

Der Vorteil, den eine Kommune bei der von der Stadt Aachen entwickelten Kooperation hat, ist, dass sie keine öffentlichen Toilettenanlagen mehr unterhalten muss. Die Unterhaltskosten für eine öffentliche Toilette werden auf 30.000 Euro im Jahr beziffert, was den Zuschüssen für 30 Toiletten in gastronomischen Betrieben entspreche. Die Partner aus der Gastronomie wiederum erhalten einen Zuschuss von 60 bis 100 Euro monatlich. Für Steinbrink war der Zuschuss offensichtlich zu gering, um den erhöhten Reinigungsaufwand auszugleichen.

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Foto: Cindy Parks / Pixabay 2020

Um die Gastronomie in der Corona-Pandemie zu entlasten, wurde seinerzeit die Umsatzsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Wenn jetzt nichts passiert, läuft diese Regelung zum Jahresende aus, und ab 2024 wären dann wieder 19 Prozent fällig. Da in der Bundesregierung in dieser Frage offensichtlich keine Einigkeit besteht, geht der Branchenverband Dehoga in diesen Tagen auf die Barrikaden. Man fordert eine Entfristung der Regelung, um der Branche beim Weg aus dem Dauerkrisenmodus zu helfen.

Der Dehoga erinnert an verschiedentlich gemachte Versprechungen, wonach die Senkung dauerhaft bestehen bleiben solle, und ruft seine Mitglieder dazu auf, sie öffentlich zu machen und dadurch Druck auf die Entscheidungsträger aufzubauen. Der Vorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Thomas Geppert zeigte sich gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten optimistisch: „Wir gehen fest davon aus, dass es am Ende des Jahres nicht zu dieser massiven Steuererhöhung kommt. Wir haben die Zusage des Bundesfinanzministers, und auch der Bundeskanzler steht im Wort.“

In der oppositionellen CDU/CSU hat die Branche ebenso einen Fürsprecher gefunden wie in der an der Bundesregierung beteiligten FDP. Derselben Zeitung sagte die tourismuspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anja Karliczek (CDU): „Die Ampel wird erneut wortbrüchig. Höhere Energiekosten, teurere Lebensmittel (17 Prozent) und steigende Löhne setzen die für unsere Lebensqualität und unseren Tourismusstandort Deutschland so wichtige Branche aktuell unter Druck.“

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Der neu gewählte Geschäftsführende Vorstand des Landesinnungsverbandes für das Thüringer Bäckerhandwerk (v.l.n.r.): Tim Lukas, stellvertretender Landesinnungsmeister Wolfgang Süpke, Geschäftsführerin Manuela Lohse, Landesinnungsmeisterin Celestina Brandt, stellvertretender Landesinnungsmeister Mario Gräfe, Christian Lohse. Foto: LIV Thüringen 2023

Celestina Brandt ist am 3. Juli 2023 von der Vertreterversammlung der Thüringer Bäckerinnungen zur neuen Landesinnungsmeisterin gewählt worden. Sie führt seit 2012 die Buttstädter Vollkornbäckerei und tritt die Nachfolge von Lutz Koscielsky an, der im August vergangenen Jahres verstorben ist. „Die Fußstapfen von Lutz Koscielsky sind groß, sehr groß“, sagte Brandt anlässlich ihrer Wahl. „Ich habe viel Respekt vor seinem Vermächtnis und werde mich mit meiner ganzen Kraft und immer in seinem Sinn für die Interessen der Thüringer Bäcker einsetzen.“ Brandt zur Seite stehen ihre Stellvertreter Mario Gräfe und Wolfgang Süpke sowie Tim Lukas. Den Thüringer Vorstand des Landesinnungsverbandes komplettieren im Geschäftsführenden Vorstand Tim Lukas und Christian Lohse und im Gesamtvorstand Achim Becher als Vertreter der Einzelmitglieder, Lars Salomon sowie Reinhard Schulze und Mario Treibmann.

Lars Klingbeil, der Botschafter des Deutschen Brotes 2023. Foto: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks 2023

Mal gewinnt man, mal verliert man. Mit der Brotbotschafterin Gitta Connemann war dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks im Jahr 2022 ohne Zweifel ein Glücksgriff gelungen. Vielleicht hat man sich ja auf dem Erfolg ausgeruht und deshalb in diesem Jahr bei der Wahl des Brotbotschafters nicht mehr so genau hingeschaut? Oder hoffte man, durch die Wahl eines Politikers aus der Kanzlerpartei wieder besseren Zugang zu den Mächtigen zu erhalten? Der Mensch denkt, Gott lenkt. Jedenfalls scheint sich der erst im Mai gekürte neue Brotbotschafter Lars Klingbeil, seines Zeichens SPD-Vorsitzender, als echter Fehlgriff zu entpuppen. Am Wochenende machte sich Klingbeil in der Bild am Sonntag für eine deutlich über die Empfehlung der Mindestlohn-Kommission hinausgehende Erhöhung des Mindestlohns stark. 12,41 Euro empfehlen die Experten für 2024, Klingbeil wünscht sich dagegen 13,50 bis 14,00 Euro und will entsprechend Druck auf die Bundesregierung ausüben. Im Mai hatte sich der SPD-Vorsitzende anlässlich der Ernennung zum Brotbotschafter noch anders angehört, Zitat:

„Im Zuge von steigenden Energiepreisen hatte ich viel mit Bäckermeisterinnen und Bäckermeistern vor Ort zu tun. Ich habe ihre Sorgen und Nöte kennengelernt und konnte als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Parteivorsitzender der SPD bereits an einigen Stellen gezielt unterstützen. Als Brotbotschafter möchte ich mein Engagement für dieses traditionelle deutsche Handwerk noch einmal intensivieren.“

Für diese „Intensivierung des Engagements“ kann sich das Bäckerhanderk nur recht herzlich bedanken. Stellt sich für uns die Frage: Kann man einen Brotbotschafter auch vorzeitig wieder entlassen? Wegen groben Undanks zum Beispiel. Vielleicht hängt Frau Connemann ja noch ein Jahr dran, wenn sie freundlich gefragt wird. Für das Back Journal kann ich sagen: Wir wollen Gitta Connemann zurück!

Dirk Waclawek
Chefredakteur

Foto: BW / Benno Kirsch 2023

In Olching bei München betreibt die Confiserie Nessbach & Schwalber ein Café, das in einem historisierenden Neubau untergekommen ist. Inhaber Josef Schwalber hat sich beim Innenausbau für den Ladenbauer Schrutka Peukert als Partner entschieden. Wir haben das Café besucht und berichten in Back Journal 7/2023 darüber. Sehen Sie sich schon jetzt einen kurzen Film über das Geschäft auf der Bäckerwelt-Homepage an!

11. VDB lädt zu Alfred-Kühn-Vorlesung und zum 25. Forum Ost

Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg lädt am 21. September 2023 zur Alfred-Kühn-Vorlesung und am 22. September 2023 zum VDB-Forum Ost ein.

Start der Vorlesung ist am 21. September um 17:00 Uhr. Hier wird es unter anderem um die Frage „Was ist Nachhaltigkeit und wie kann ich sie messen?“ gehen.

Am 22. September beginnt das 25. VDB-Forum Ost um 10:00 Uhr. Auf dem Programm stehen Vorträge über „Die Backbranche im Wandel“, „Getreidequalität und Getreideernte in Brandenburg“.

Achtung – neuer Veranstaltungsort: Beide Veranstaltungen finden in der Seydlitzstraße 5, 12247 Berlin, im Meistersaal der Bäcker-Innung statt.

Sie können sich das Programm von der Bäckerwelt-Website herunterladen. Auch das Anmeldeformular erhalten Sie dort.

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, Bäko Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Süd
Termin: 26. September 2023
Veranstalter: VDB Deutschland Süd

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB

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Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
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Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Newsletter 25/2023

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Fusion von Ebäcko und Bäko Weser-Ems-Mitte perfekt
  2. Wiedereröffnung nach Energiepleite
  3. Österreichs Verbraucher vertrauen den Bäckern
  4. Aus persönlichen Gründen: Thomas Pollmeier zieht sich zurück
  5. Hausmesse bei Martin Braun
  6. Unternehmervereinigung MIT zu Gast bei Schmees
  7. Kommentar: Erziehungsauftrag

Neues aus der Redaktion

  1. Vielen Dank für diesen tollen Marktkieker

Aktuelles von der VDB

  1. Neuer VDB-Präsident beim Filialtag in Düsseldorf beglückwünscht
  2. Blick hinter die Kulissen: Mit der VDB zur Bäckerei Evertzberg
  3. Termine der VDB

Vorstand und Aufsichtsrat der neuen Ebäko mit Hauptsitz in Oldenburg. (Foto: BW / Lukas Orfert 2023)

Nachdem die Mitglieder der Ebäcko (Münster und Bielefeld) bereits am 13. Juni der Fusion zugestimmt hatten, bestätigten am 15. Juni auch die Genossen der Bäko Weser-Ems-Mitte (Oldenburg) das Fusionsprojekt der beiden Genossenschaften mit großer Mehrheit. Damit ist rückwirkend zum 1. Januar 2023 die umsatz- und wohl auch leistungsstärkste Regional-Genossenschaft Deutschlands entstanden. Die neue Genossenschaft hört auf den Namen Ebäko, sie wird 726 Mitgliedsbetriebe und 963 backende Kunden versorgen. Der Umsatz dürfte 2023 bei gut 370 Millionen Euro liegen.

Ehrenamt und Hauptamt beider Bäkos hatten sich auf den Generalversammlungen für die Fusion stark gemacht. So betonte Georg Krimphove, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ebäcko: „Wir passen zusammen, beide Genossenschaften arbeiten traditonell service- wie mitgliederorientiert und besitzen die gleiche DNA.“ Dr. Ewald Oltmann, geschäftsführender Vorstand der Bäko Weser-Ems-Mitte schlug in die gleiche Kerbe: „Die zunehmenden strukturellen Veränderungen stellen unsere Mitglieder, Kunden und damit auch uns vor die gleichen Herausforderungen. Durch eine starke neue Bäko können wir diesen Herausforderungen gemeinsam begegnen und so das backende Handwerk nachhaltig und langfristig stärken.“

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Wegen der stark gestiegenen Energiepreise sah sich der Winterhäuser Bäckermeister Andreas Rother gezwungen, sein Geschäft im November zu schließen. Kaum ein halbes Jahr später feiert die Bäckerei in der Nähe von Würzburg ihr Comeback. Darüber berichtete BR24. Grund für die Wiedereröffnung sei die Verbesserung von Rothers finanzieller Situation. Außerdem unterstützte ihn auch die Dorfgemeinschaft: Im vergangenen Jahr sammelte sie bei einem Straßenfest 3.000 Euro für den Bäcker. 2017 hatte Rother die Bäckerei übernommen, doch nach Corona-Einbußen litt er unter den stark gestiegenen Energiepreisen. Mittlerweile ist der 48-Jährige zwar in einer Bäckerei in Kitzingen angestellt, wo er dienstags bis samstags backt. Doch am Sonntag von acht bis zwölf Uhr öffnet er die Türen seiner eigenen Bäckerei: „Jetzt bin ich wieder zurück, jetzt fangen wir wieder ganz klein an“, sagte er gegenüber BR24.

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Davon können sich andere Branchen eine Scheibe abschneiden: Einer Umfrage der OGM und APA zufolge genießen Bäckereien mit Abstand das höchste Vertrauen bei österreichischen Konsumenten. Mit einem Ergebnis von 68 Vertrauenspunkten bilden sie die Spitze der Skala des Branchenvertrauens. Umgerechnet bedeutet das, dass 80 Prozent der Befragten angegeben haben, Vertrauen in die backende Branche zu haben. Mit 59 Punkten folgen Molkereien, dicht gefolgt von Brauereien mit 54 Punkten. Lebensmittelhandel und Supermärkte gingen nur mit 16 Punkten ins Rennen. Kein gutes Gefühl haben Verbraucher bei Wettspielanbietern (-66 Punkte), Immobilienmaklern (-60 Punkte), Energieversorgern (-47 Punkte) und Medien im Allgemeinen (-34 Punkte).

Der OGM Vertrauensindex besteht aus einer Online-Umfrage unter 1.044 wahlberechtigten Menschen ab 16 Jahren in Österreich. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte von „vertraue“ und „vertraue nicht“.

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Der Bäckermeister und Brotsommelier Thomas Pollmeier verabschiedet sich aus persönlichen Gründen aus der Bäckerei Lechtermann-Pollmeier. (Lechtermann-Pollmeier Bäckereien 2023)

Thomas Pollmeier, Geschäftsführer der Lechtermann-Pollmeier Bäckereien, verlässt aus persönlichen Gründen am 30. Juni das Unternehmen. Im Jahr 1955 gründete sein Vater die Bäckerei in Bielefeld-Senne. 1982 stieg Pollmeier schließlich in den Betrieb mit ein und leitete ab 1995 die Geschäfte als Prokurist. 2002 fusionierte die Bäckerei mit Hanno und Stefan Lechtermann aus Bielefeld Vilsendorf. Die Fachgeschäfte blieben unter ihrer jeweiligen Marke, die Backstube wurde zusammengelegt. Insgesamt bündelt die Bäckerei heute 37 Fachgeschäfte in der Region. Zum Jahreswechsel 2021/2022 stieg der Investor Auctus Capital Partners bei Lechtermann-Pollmeier ein. Die Lechtermann-Pollmeier Bäckerei verabschiedet den scheidenden Geschäftsführer mit Kurzvideos, die ab dem 29. Juni 2023 in den Stories der Social-Media-Kanäle laufen. Pollmeier verlässt das aktive Tagesgeschäft im Handwerk mit den Worten: „Danke an meine coolen Geschäftsführerkollegen Hanno und Stefan Lechtermann, danke an meine großartige Mama, danke an jeden Mitarbeitenden und Auszubildenden, danke an die Kunden für diesen großen Erfolg und Spaß in meinem Beruf. Mal schauen, was ich jetzt alles noch so ausgestalten kann und darf.“

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Auf der Hausmesse von Martin Braun in Hannover, 14. Juni 2023. (Foto: BW / Benno Kirsch 2023)

Ins Backforum der Martin Braun Gruppe in Hannover waren Bäcker, Konditoren und Eismacher am 14. Juni 2023 zur Hausmesse eingeladen. Hier präsentierte sich der Backzutatenhersteller mit seinen Marken Braun, Agrano, Wolf Butterback, Diversi Foods, Capfruit und Cresco Italia. Außerdem hatte er Partner aus der Zulieferer- und Anlagenbranche eingeladen. Unter anderem Vemag, Krumbein rationell, Miwe, Copago, Gehrke Econ, Foodtracks, Günthart, Rego Herlizius und Diosna waren mit Informationsständen zugegen. Krumbein rationell demonstrierte in der „Gläsernen Backstube“ des Backforums auf einer Linie, wie Bäcker ihre Snack- und Feingebäckproduktion rationalisieren können. In der „Speaker’s Corner“ machten die Experten der Partnerbetriebe ihre Zuhörer auf aktuelle Trends aufmerksam und wiesen auf Möglichkeiten hin, sie nutzbringend in ihren Unternehmen einzusetzen. Bei diesen Vorträgen kamen vor allem Themen zur Sprache, denen Bäcker und Konditoren gerne ausweichen: Nachhaltigkeitsberichterstattung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Retourensteuerung, vegane Backwaren sowie die Optimierung der Lieferkette.

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In der heutigen Zeit stehen Bäckereien vor zahlreichen Herausforderungen wie Kosten- und Zeitdruck. Ein besonders gravierendes Problem ist der Mangel an qualifizierten Mitarbeiter*innen in der Produktion. „Dieser Mangel bringt weitreichende Konsequenzen wie eine reduzierte Fertigung mit sich. Bäckereien können daher nur weiterhin liefern und sich auf dem Markt beweisen, wenn sie gezielt ihre Arbeitsprozesse automatisieren.“ so Jan Schumacher (MFI).

Aus diesem Problem heraus werden zunehmend Kollaborative Lösungen wie Cobots oder Fahrerlose Transportsysteme (FTS) in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um repetitive und gefährliche Arbeiten rund um die Uhr auszuführen. Besonders vom Einsatz Fahrerloser Transportsysteme können Bäckereien profitieren:

  • Erhöhte Kapazität. Automatisierter Materialtransport mit gleichzeitigem Ausgleich des Arbeitskräftemangels.
  • Verbesserte Arbeitssicherheit. Reduktion des Unfall-/Verletzungsrisikos im Vergleich zu manuellen Transporten
  • Flexible Anpassung. Nahtlose Integration in Produktionsprozesse und schnelle Anpassung hinsichtlich Veränderungen der Nachfrage.
  • Steigerung Produktqualität. Steigerung Präzision und Genauigkeit des Materialtransports führt zu Fehlerminimierung.

Auch das Intralogistik-Unternehmen MFI GmbH setzt sich dafür ein, die Vorteile dieser modernen Technologien für die Bäckerbranche zugänglich zu machen. In seinem aktuellen Projekt werden durch den Einsatz eines FTS zukünftig die Brotwagen eines Kunden aus der Bäckerbranche vollautomatisch von den Öfen zur Kommissionierung transportiert, ohne dass eine zusätzliche Streckeninfrastruktur in den Produktionsräumen erforderlich ist. Diese Integration übernimmt mit Blick auf die tägliche Gesamtstrecke die Arbeit eines Mitarbeiters und wirkt so dem Fachkräftemangel entgegen. Die Logistikmitarbeiter*innen können so effizienter eingesetzt und von eintönigen Aufgaben entlastet werden. Mehr über MFI erfahren Sie HIER.

Die Mittelstandsvereinigung MIT zu Besuch bei Schmees Ladenbau. (Foto: Schmees 2023)

Am 8. Juni 2023 öffnete Schmees Ladenbau für mehr als 60 mittelständische emsländische Unternehmer, die sich in der Mittelstandsvereinigung Aschendorf-Hümmling organisiert haben, seine Türen. Die MIT ist eine CDU-nahe Interessenvertretung, die das Ziel hat, Netzwerke zu bilden und die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Interessen der mittelständischen Unternehmen zu fördern. Sie engagiert sich in verschiedenen Bereichen, um die Anliegen des Mittelstands voranzutreiben. „Das Interesse an der Veranstaltung und dem Thema Digitalisierung war riesengroß“, berichtete Inhaber Norbert Schmees. Das könne nicht verwundern, denn man sei bei der Veranstaltung nicht bei der Theorie verblieben, sondern habe echten Praxisbezug bieten können: Die Teilnehmer konnten nicht nur den Maschinenpark in der Fertigung des Ladenbauers besichtigen, sondern auch die CAD-gestützte Computertechnologie im Einsatz. Vor den Augen der Besucher wurde innerhalb von 20 Minuten ein Schrank gezeichnet und mittels digitaler Technologien in die Produktion übertragen. Damit wurde demonstriert, was Digitalisierung in der Praxis bedeutet. Mit einem Flying Buffet und Fingerfood klang der Tag in gemütlicher Runde aus. Nach der Veranstaltung resümierte Schmees: „So, wie sich die MIT für die Belange des Mittelstands auf politischer Ebene, über das Netzwerken und den Informationsaustausch einsetzt, konnten wir einen Beitrag zur Unterstützung mittelständischer Unternehmen über unsere Informationsveranstaltung leisten.“

– Advertorial –

Die Backbox ist die kleinste, vollfunktionsfähige Bäckereifiliale der Welt. Unsere autarke Verkaufslösung auf 21m² umfasst alles, was eine Bäckereifiliale braucht, inklusive einer hochwertigen Einrichtung. Seit Anfang dieses Jahres kann unsere Backbox auch gemietet werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und können an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden:

Überbrückung von Filialumbauten: Sichern Sie sich durch die Backbox Ihren Abverkauf. Seien Sie während Umbauphasen weiterhin für Ihre Kunden erreichbar und erhalten Sie Ihre Umsätze ohne Kompromisse.

Kurzfristige Verkaufslösungen: Überbrücken Sie mit einer Backbox Ihre Zeit bis zur Eröffnung Ihres Neubaus. Damit realisieren Sie Umsätze bereits ab dem ersten Tag. Ihre Kundschaft kann sich an Ihren neuen Verkaufsstandort gewöhnen und sich und Ihre Ware kennenlernen.

Risikoarme Standortanalysen: Monatliche Rechnung statt riesiger Investitionen. Dabei erhalten Sie ein großes Leistungspaket zu transparenten Kosten. Teilweise ist die Backbox sogar ohne Baugenehmigung aufstellbar. Der Werbeaufbau mit Ihrem Logo unterstreicht eine ausgezeichnete Sichtbarkeit.

Dauerhafte Verkaufslösung: Ihnen gefällt die Backbox und Sie möchten diese als langfristige oder eigenständige Verkaufslösung in Ihr Filialnetzwerk integrieren? Auch das ist dank unserer Mietkaufoption kein Problem.

Die Marktkieker-Preisträger 2023 sind engagierte Ausbilder. Auffällig ist aber, dass die in Sachen Ausbildung besonders erfolgreichen Bäcker einen eher konservativen, teilweise schon paternalistischen Stil pflegen. Bei Goeken Backen besucht zum Beispiel die Seniorchefin Anne Goeken-Schmidt zum Abschluss des Lehrvertrages jeden angehenden Lehrling zuhause, um Eltern und Lebensumstände kennenzulernen. Und in der Wildbadmühle reden Holger und Sascha Linden auch schon einmal Klartext, wenn sich Kandidaten zum Beispiel während des Praktikums hängen lassen. Sascha Linden hat festgestellt, dass das erst einmal für Überraschung sorgt, weil die jungen Menschen die deutliche Ansprache nicht mehr gewohnt sind. Trotzdem zahlt sich der ehrliche Umgang aus: Bei 145 Mitarbeitern beschäftigt der Betrieb rund 35 Azubis – Abiturienten darunter, aber auch junge Menschen mit Lernschwäche. Natürlich kommt in keinem der Betriebe der Spaß zu kurz. Voraussetzung ist aber, dass sich die Lehrlinge engagieren und an Regeln halten. Zu den vielen Aufgaben eines Bäckerei-Unternehmers ist also auch noch der Erziehungsauftrag gekommen. Wie so oft gilt: Klagen hilft nicht, nehmen Sie die Herausforderung an. Dann warten auch positive Erlebnisse. Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Konservativ auszubilden heißt nicht, die Lehrlinge im ersten Jahr nur die Bleche putzen zu lassen.

Viele Grüße
Dirk Waclawek (Chefredakteur Back Journal)

– Advertorial –

Sie fragen sich, wie Sie Ihre Bestellprozesse optimieren und die Effizienz Ihrer Filialen steigern können? Dann ist Delicious Data genau das Richtige für Sie! Unsere KI-basierte Softwarelösung wurde speziell entwickelt, um die aktuellen Herausforderungen im Bäckerhandwerk anzugehen.

Indem Sie die Lösung von Delicious Data in Ihren Bäckereifilialen einsetzen, führen Sie Ihre Bäckerei effizienter, reduzieren Lebensmittelverluste und steigern die operative Effizienz. Unsere intelligente und benutzerfreundliche Lösung bringt Ihre Planung mit der tatsächlichen Nachfrage optimal in Einklang, sodass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können – Ihre Bäckerei erfolgreich zu führen.

Mit unserem Deep-Learning-Algorithmus nutzen wir historische Verkaufsdaten, Informationen aus dem Warenwirtschaftssystem sowie externe Faktoren wie Wetter, Ferienzeiten und Feiertage, um präzise Prognosen für Ihre optimale Bestellmenge zu erzeugen. Dabei berücksichtigen wir sowohl HB-, als auch TK-Artikel.

Noch nicht alle Fragen beantwortet? Dann zögern Sie nicht länger und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir empfehlen Ihnen außerdem unser kostenfreies Sonderwebinar am 27. Juni. Dort zeigen wir Ihnen, wie Delicious Data HB -, und TK-Artikel präzise prognostiziert und Ihre Bestellprozesse optimiert. Erfahren Sie aus erster Hand, wie Sie Ihre Bäckerei nachhaltig ausrichten und gleichzeitig Kosten reduzieren können.

 Melden Sie sich noch heute an und profitieren Sie von wertvollen Informationen!

(Fotos: Bäckerwelt 2023)

Wow, wir stehen noch immer unter dem Eindruck dieses wunderbaren Events. Vielen Dank an unsere Preisträger – Ihr alle habt die Auszeichnung mehr als verdient. Vielen Dank auch an die gut 250 Gäste, die mit ihrer Begeisterung die Gala in Osnabrück zu einem großartigen Ereignis gemacht haben. Wir sind sicher, dass die positive Energie der Preisträger die bösen Geister über dem Bäckerhandwerk für die nächsten Monate vertreiben kann. Mehr über die Hintergründe der Auszeichnung lesen Sie im nächsten Back Journal oder auf der Bäckerwelt.

Hier geht es zur Bildergalerie der Marktkieker-Verleihung 2023.

Übrigens: Nach dem Marktkieker ist vor dem Marktkieker. Die nächste Gala findet am 21. Juni 2025 in Osnabrück statt. Bewerbungsschluss für das kommende Marktkieker-Nominierungsverfahren ist der 31. Oktober 2023. Weitere Informationen bei Dirk Waclawek (waclawek@baeckerwelt.de).

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Neu gewählter VDB-Präsident Frederik Gruß (l.) beim Filialtag der Großbäcker mit dem Vizepräsidenten des Verbandes Deutscher Großbäcker Alexander Heberer (m.) und Hauptgeschäftsführer Armin Juncker. (Foto: VDB 2023)

Gratulationen gab es beim Filialtag des Verbandes Deutscher Großbäckereien in Düsseldorf für Frederik Gruß, den neu gewählten Präsidenten der Vereinigung der Backbranche (VDB). Alexander Heberer, Vizepräsident der Großbäcker und Hauptgeschäftsführer Armin Juncker gratulierten zu seiner neuen Funktion und wünschten ihm eine glückliche Hand bei seiner herausfordernden Aufgabe. Die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Organisationen werde fortgesetzt.

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In Sachen Qualität zählt sie zu den Top 10 der deutschen Filialbäckereien. Mit mehr als 40 Filialen im Bergischen Städtedreieck Remscheid, Wuppertal, Solingen und den angrenzenden Städten sowie Spezialgeschäften in Köln und Düsseldorf ist sie vertreten. Die Rede ist von der Bäckerei Evertzberg. Die Chance, einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Betriebs zu werfen, bietet die Vereinigung der Backbranche am 4. Juli 2023. Ab 11:45 Uhr lädt sie in der Karl-Kahlhöfer-Str. 25 (42855 Remscheid) zur Betriebsbesichtigungen ein. Da die Teilnahme auf 20 Personen begrenzt ist, heißt es: schnell sein und sich bis zum 30. Juni per E-Mail (info@vdb-ev.net oder p.cleven@carlton.de) anmelden.

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

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Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

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49074 Osnabrück
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Newsletter 26/2023

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Nach Brand: Bäckerei Rutz plant Neubau
  2. Schulers Biobackhaus stellt Insolvenzantrag
  3. Vollwertbäckerei Schneider übernimmt Bäckerei Rager
  4. Handtmann feiert 150-jähriges Bestehen
  5. Zuckerkartell soll Schadenersatz zahlen
  6. Kommentar: Noch mehr bestempeltes Papier

Neues aus der Redaktion

  1. Das Marktkieker-Aftermovie ist da!

Aktuelles von der VDB

  1. VDB lädt zu Alfred-Kühn-Vorlesung und zum 25. Forum Ost
  2. Termine der VDB

Zum Jahresende will die Walldorfer Bäckerei Rutz ihre gut zwei Dutzend Filialen wieder mit Ware aus der eigenen Produktion beliefern. Darüber berichtete unter anderem die Tageszeitung Badische Neueste Nachrichten. Ein Großbrand am 25. Dezember 2022 hatte die Produktionshalle der Bäckerei vollständig zerstört. Nach Abschluss der Brandermittlungen laufen nun die Planungen für den Neubau. Dieser soll größer und auf dem neuesten Stand der Technik sein, äußerte Geschäftsführer Eugen Rutz gegenüber der Zeitung. Die Geschäftsführung setze dabei auf moderne Technik wie eine Photovoltaik- sowie eine Energierückgewinnungsanlage. Derzeit werden die Rutz-Filialen von anderen Bäckereien beliefert, sodass der Betrieb im vergangenen halben Jahr aufrechterhalten werden konnte. Der Beginn des Neubaus sei auf August datiert. Die Firma Rutz mit ihren rund 280 Beschäftigten betreibt 24 Filialen in der Rhein-Neckar-Region mit Schwerpunkt in Walldorf und Wiesloch.

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Schulers Biobackhhaus aus Dietenhofen (Bayern) ist in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das berichtete infranken.de. Die Bäckereikette mit elf Standorten und rund 100 Mitarbeitern stellte demnach einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Ansbach. Inhaber Günter Schuler, der in Mittelfranken mehrere Edeka-Filialen führt, hatte erst Anfang 2022 die Bäckerei Held übernommen, auf Bio-Produkte umgestellt und Schulers Biobackhaus getauft. Als Ursache der Talfahrt nennt der Geschäftsführer gegenüber infranken.de: „Die Inflation hat zu einer rückläufigen Kundennachfrage geführt. Zugleich sind die Preise im Energiebereich explodiert.“

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150 Jahre lang war die Augsburger Bäckerei Rager familiengeführt. Nun übergibt Wolfang Rager, der 1978 die Bäckerei von seinem Vater übernommen hatte, sein Unternehmen an Georg Schneider. Darüber berichtete B4BSchwaben.de. Schneider leitet in vierter Generation die gleichnamige Bäckerei mit zehn Filialen und 140 Mitarbeitern. Durch die Fusion mit der Bäckerei Rager kommen zehn weitere Filialen hinzu. Laut B4BSchwaben.de ziehe sich Familie Rager nach acht Generationen aus familiären Gründen aus dem Unternehmen zurück. „Natürlich fällt es uns nicht leicht, den Familienbetrieb abzugeben. Dass unser Lebenswerk bei den Schneiders aber in den allerbesten Händen ist, dessen sind wir uns absolut sicher“, so Rager gegenüber der Medienplattform.

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(v. l. n. r.): Harald Suchanka (CEO F&P) gratuliert der 4. und 5. Generation Handtmann zum Firmenjubiläum. (Handtmann 2023)

Das Technologieunternehmen Handtmann in Biberach an der Riß wird 150 Jahre alt. 1873 aus einer Messinggießerei entstanden, leitet seither die Gründerfamilie Handtmann die dezentral organisierte Firma mit 4.300 Mitarbeitern. Neben den Werken am Firmensitz produziert Handtmann an neun Standorten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und China. Die Handtmann Unternehmensgruppe besteht aktuell aus 56 Gesellschaften, davon 24 im Ausland. 2022 erwirtschaftete das Unternehmen 1,1 Milliarden Euro. Die Jubiläumsfeierlichkeiten sind in einem Jubiläumsjahr angelegt mit Mitarbeitertag am 1. Juli, gefolgt von einem offiziellen Festakt am 15. und 16. September 2023.

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Die Zuckerhersteller Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen sollen nach Kartellabsprachen zu hohe Zuckerpreise kassiert haben und nun laut aktuellen Urteilen einen Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Rechtskräftig seien die Urteile noch nicht, da die Parteien Berufung einlegen können. Das geht aus einem Bericht des Handelsblatts hervor. Das Landgericht Mannheim entschied demnach am 20. Juni 2023, dass der Nestlé Deutschland AG rund 8,4 Millionen Euro und der Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG rund 6,3 Millionen Euro jeweils plus Zinsen in ähnlicher Höhe zustehen. In seinen Urteilen stellte das Gericht fest, dass die Preise für Verarbeitungszucker in Deutschland von 1997 bis September 2009 wegen des Zuckerkartells um rund zwei Prozent überhöht waren. In der Sache seien vor dem Landgericht Mannheim rund 40 Verfahren anhängig, bei denen es um Schadensersatzforderungen von insgesamt mehreren hundert Millionen Euro gehe.

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Neulich wurde ich von einem Lieferanten des Bäckerhandwerks auf das Thema „Lieferkettengesetz“ angesprochen. Das müsse doch unbedingt einmal im Back Journal behandelt werden. Ich habe wohl etwas verdutzt geschaut. Zum einen musste ich erst einmal im Langzeitgedächtnis abrufen, um was es ging: Unternehmen haben ihre „menschenrechtliche Sorgfaltspflicht“ zu erfüllen und ihre Lieferanten entsprechend zu bewerten. Zum anderen meldete das Langzeitgedächtnis aber auch Entwarnung: Das Gesetz galt zum Glück erst ab 3.000 Mitarbeitern. Also kein Thema für das Bäckerhandwerk. Trotzdem haben wir noch etwas recherchiert und siehe da: Ab 2024 greift es ab 1.000 Arbeitnehmern – ups, die Einschläge kommen näher – besonders, da das EU-Parlament jetzt vorgeschlagen hat, die Mitarbeitergrenze auf 250 zu reduzieren. Ok, das Ganze soll angeblich auch noch mit einer hohen Umsatzgrenze unterlegt werden. Trotzdem wagen wir die Prognose: Der Unsinn kann das mittelständische Bäckerhandwerk ganz schnell etwas angehen.

Um keine Missverständisse aufkommen zu lassen: Es ist natürlich wünschenswert, dass Lieferunternehmen Menschenrechtsstandards einhalten. Nur: Wer bisher als Lieferant gegen die Gesetze in seinem Heimatland verstoßen konnte, indem er die Beamten bestach, besticht jetzt einfach auch die Auditoren. Geholfen ist damit niemandem, es wird aber jede Menge bestempeltes Papier produziert. Und die größten Fans von bestempeltem Papier sitzen bekanntlich in den deutschen Unternehmen des Lebensmittelhandels. Wer also in Zukunft an Aldi, Rewe und Co. liefern will, wird bei dem neuen Ablasshandel mitmachen müssen. Wie das genau funktioniert? Das lesen Sie zum Beispiel in der Juli-Ausgabe des Back Journal. Bis dahin können Sie ja noch schnell einen Brief an Ihren EU-Abgeordneten schreiben.

Ein Kommentar von
Dirk Waclawek, Chefredakteur

(Fotos: Bäckerwelt 2023)

Hurra, das Video zur Marktkieker-Preisverleihung 2023 ist da! Wer den unvergesslichen Abend noch einmal Revue passieren lassen möchte, kann sich hier das offizielle Marktkieker-Aftermovie ansehen.

Mehr über die Hintergründe der Auszeichnung lesen Sie auf der Bäckerwelt-Webseite.

Übrigens: Nach dem Marktkieker ist vor dem Marktkieker. Die nächste Gala findet am 21. Juni 2025 in Osnabrück statt. Bewerbungsschluss für das kommende Marktkieker-Nominierungsverfahren ist der 31. Oktober 2023. Weitere Informationen erhalten Sie bei Dirk Waclawek (waclawek@baeckerwelt.de).

Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg lädt am 21. September 2023 zur Alfred-Kühn-Vorlesung und am 22. September 2023 zum VDB-Forum Ost ein.

Start der Vorlesung ist am 21. September um 17:00 Uhr. Hier wird unter anderem um die Frage „Was ist Nachhaltigkeit und wie kann ich sie messen?“ gehen.
Am 22. September beginnt das 25. VDB-Forum Ost um 10:00 Uhr. Auf dem Programm stehen Vorträge über „Die Backbranche im Wandel”, „Getreidequalität und Getreideernte in Brandenburg”.

Achtung – neuer Veranstaltungsort: Beide Veranstaltungen finden in der Seydlitzstraße 5, 12247 Berlin, im Meistersaal der Bäcker-Innung statt.

Bis zum 14. September können Interessierte sich hier anmelden.

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB

Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

INGER Verlagsgesellschaft mbH
Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland

Telefon: +49 (0)541 58 05 44-51
Telefax: +49 (0)541 58 05 44-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de

Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Newsletter 24/2023

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Frederik Gruß neuer VDB-Präsident
  2. Von Allwörden-Firma Scoom ist insolvent
  3. Zeit für Brot expandiert nach Israel
  4. Bäckerei Wanner zieht um
  5. Bär beklaut Bäckerei
  6. Kommentar: Heißt sechs Uhr wirklich sechs Uhr?

Neues aus der Redaktion

  1. Artisan-Seminar bei Miwe in Arnstein (Video)

Aktuelles von der VDB

  1. Hartmut Grahn Ehrenpräsident der VDB
  2. Termine der VDB

Das neue VDB-Präsidium (von links): die Vizepräsidenten Dirk Waclawek, Thomas Ludwig, Jennifer Schorr, Präsident Frederik Gruß, Ehrenpräsident Hartmut Grahn, Vizepräsident André Bernatzky und Geschäftsführer Tobias Schuhmacher. Krankheitsbedingt fehlte auf der Jahrestagung Vizepräsident Helmut Schön. (Foto: BW / Louisa Nagel 2023)

Die Vereinigung der Backbranche (VDB) hat in München ein neues Präsidium gewählt. Nachfolger von Hartmut Grahn, der auf der Tagung zum Ehrenpräsident gewählt wurde, ist Frederik Gruß (Vandemoortele). Die Mitglieder wählten außerdem Jennifer Schorr (Felix Koch Offenbach), Thomas Ludwig (Oderland Mühlenwerke), André Bernatzky (ADB Sachsen), Helmut Schön (JHD Bäckereitechnologie) und Dirk Waclawek (INGER Verlag) zu Vizepräsidenten.

Mit der Neuwahl hat die VDB den Generationswechsel eingeleitet. Gruß betonte, dass das neue Präsidium den Weg der Mitgliederorientierung fortsetzen werde: „Die tolle Stimmung während unserer Jahrestagung in München ist für die VDB ein Aufbruchssignal. Wir möchten die Landesgruppen in ihrer Vielfalt unterstützen und noch mehr Mitglieder für die Mitarbeit in der Vereinigung gewinnen.“

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Norbert von Allwördens Snack- und Coffeeshop-Kette Scoom meldete Ende Mai Insolvenz an. Darüber berichtete das Online-Justizportal Insolvenzbekanntmachungen.de. Demnach wurde Peer Möller von der Kanzlei Dr. Möller & Thompson aus Neustadt in Holstein zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt betonte Von Allwörden, dass der Betrieb der Filialen weiterlaufe. Seit 2018 würden das Unternehmen Scoom Food Germany sowie weitere externe Lizenznehmer die Standorte betreiben, die nichts mit dem Vermögen von Scoom zu tun hätten. Die insgesamt 20 Standorte befinden sich vor allem an Flughäfen und Bahnhöfen. Der Zeitung gegenüber begründete Von Allwörden die Insolvenz mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Unabhängig von der Großbäckerei in Mölln, die 2022 von Edeka Nord übernommen wurde, betreibt Von Allwörden die Konzepte Cuccis, Mishba und Yuna Asian Kitchen mit insgesamt knapp 500 Beschäftigten.

– Advertorial –

Vorbei ist die Zeit, in der Sie die Bestellung mit viel Bauchgefühl und unnötigem Zeitaufwand bewältigen mussten. Dank der BäckerAI haben Sie jetzt die Möglichkeit, täglich für jeden Artikel die ideale Bestellmenge in jeder Ihrer Filialen automatisiert berechnen zu lassen. Unsere innovative Planungslösung BäckerAI begeistert deutschlandweit die gesamte Bäckerbranche, denn mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz stellen wir sicher, dass Ihr Unternehmen sein volles Umsatzpotenzial ausschöpft. Dabei garantiert die BäckerAI eine maximale Warenverfügbarkeit, senkt Retouren um bis zu 30% und ermöglicht Ihnen eine Zeitersparnis von über 90% bei der operativen Planung.

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Das Berliner Bäckerei-Unternehmen Zeit für Brot plant die Eröffnung einer Filiale in Tel Aviv (Israel). Das kündigte Geschäftsführer Stephan Heinrich – Berichten des Berliner Tagesspiegel zufolge – an. Das genaue Eröffnungsdatum stehe noch nicht fest, doch die Baumaßnahmen sollen im Sommer abgeschlossen sein. Mit 13 Zeit für Brot-Standorten in Deutschland ist dies der erste Vorstoß in Richtung Ausland für die Bäckerei.

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Der Energiekrise und den Preissteigerungen zum Trotz stemmte die baden-württembergische Bäckerei Wanner den Bau eines neuen Stammhauses. Darüber berichten die Stuttgarter Nachrichten. Am südlichen Ortseingang von Holzgerlingen bauten die Geschäftsführer Alexander Wanner und Lilian Kienzle eine neue Backstube mit dazugehörigem Werkstattladen und Café. In siebter Generation führen die Geschwister die Bäckerei mit 150 Mitarbeitern und 13 Standorten. Die Großinvestition auf circa 1.800 Quadratmetern planten Sie vor zwei Jahren mitten in der Coronakrise und  konnten nun im Juni in den Neubau umziehen.

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Eine Begegnung der anderen Art erlebten die Anwesenden in einer US-amerikanischen Bäckerei in Connecticut. Wie unter anderem Welt berichtete, verschaffte sich ein Schwarzbär Zugang zur Garage der Bäckerei Taste by Spellbound, wo eine Angestellte gerade Backwaren in einen Lieferwagen lud. Gegenüber dem lokalen Fernsehsender WTNH teilte die Mitarbeiterin mit, dass sie zuerst schrie, um den Bären zu vertreiben. Doch statt zu fliehen, machte sich das Wildtier genüsslich über die Cupcakes der Bäckerei her. Schließlich betätigte eine andere Angestellte so lange ihre Autohupe, bis sich der Bär in die Flucht schlagen ließ. Als die Polizei und Mitarbeiter der Umweltbehörde von Connecticut auftauchten, war der Dieb bereits verschwunden und hatte zwar ein gehöriges Chaos angerichtet, aber keine Verletzten hinterlassen.

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Neulich sprach ich mit dem Chef eines kleinen Filialbetriebs über das allgegenwärtige Thema Personal. In der Backstube suchte er händeringend nach zwei Bäckern, im Verkauf sah es besser aus: „Da haben wir zurzeit sogar eine kleine Warteliste.“ Vor einigen Wochen hatten sich drei Verkäuferinnen eines Großfilialisten beworben, er hatte sie eingestellt und ist mit ihnen voll zufrieden – „wirklich gute Kräfte. Einer der Wechselgründe war, dass sie wieder als Verkäuferin und nicht als Bäckerin arbeiten wollten.“ Bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber waren sie anderthalb Stunden vor Ladenöffnung ausschließlich mit Backen beschäftigt. Da konnte sie unser Bäcker beruhigen: Seine Geschäfte liegen maximal zehn Kilometer von der Backstube entfernt. In den Läden wird überhaupt nicht gebacken, selbst die Snacks werden zentral hergestellt. Für Frische sorgt die viermalige Belieferung der Filialen, die letzte Tour wird gegen 13:00 Uhr gefahren. So weit, so gut. Das mag bekanntlich jeder Betrieb so halten, wie es zu seinem Vertriebsgebiet passt. Eine Überraschung wartete allerdings im Bewerbungsgespräch noch auf unseren Bäcker. Eine Verkäuferin fragte „Wenn Dienstbeginn um 6:00 Uhr ist – wann müssen wir denn dann im Geschäft sein?“ Unser Bäcker verstand die Frage nicht ganz: „Wenn Ihr zehn Minuten früher kommt, ist das natürlich nett. Aber worauf wollt Ihr denn mit der Frage hinaus?“ Die Antwort schockierte ihn dann: Beim großen Filialbetrieb wurde von den Verkäuferinnen erwartet, dass sie um 4:30 Uhr mit dem Abbacken der Teiglinge begannen, bezahlt wurde erst ab 6:00 Uhr. Schön für den kleinen Bäcker, dem wohl demnächst noch weitere Bewerbungen ins Haus flattern. Für das Ansehen der Branche und die Beliebtheit des Verkäuferinnenberufs allerdings eine Katastrophe. Vielleicht rechnet sich der Großfilialist einmal aus, was ihn die durch sein Entlohnungsmodell verursachte Fluktuation kostet. Ich wette, die kommt ihn teurer als die korrete Bezahlung der geleisteten Stunden.

Viele Grüße, Dirk Waclawek (Chefredakteur Back Journal)

Die Ostertaube aus einem Panettone-ähnlichen Teig erhält nach der Stückgare zur Veredelung eine aufdressierte Mandelglasur, ganze Mandeln und eine kandierte Kirsche. (Foto: Stefan Schütter 2023)

Auch im süßen Bereich ermöglichen Sauerteige und lange Teigführungen die Herstellung von Premiumprodukten. Das erfuhren die Teilnehmer beim ausgebuchten Artisan-Seminar „Feingebäck und tourierte Hefeteige“ am 19. und 20. April 2023 in Arnstein.

Sei es, um die Veranstaltung Revue passieren zu lassen oder weil Sie nicht dabei sein konnten: Einige virtuelle Eindrücke von der Veranstaltung bei Backofenhersteller Miwe vermittelt dieses Video auf der Bäckerwelt-Homepage.

VDB-Präsident Frederik Gruß, Geschäftsführer Tobias Schuhmacher, Ehrenpräsident Hartmut Grahn und Laudator Christof Engelke. (Foto: BW / Dirk Waclawek 2023)

Die Vereinigung der Backbranche (VDB) hat auf ihrer Jahrestagung in München ihren langjährigen Präsidenten Hartmut Grahn zum Ehrenpräsidenten ernannt. Grahn hatte die Führung der Vereinigung in einer für die VDB gefährlichen Zeit übernommen und seitdem die Erneuerung vorangetrieben. Sein designierter Nachfolger ist Frederik Gruß, Head of Key Account Artisan Bakery bei Vandemoortele. In der Laudatio charakterisierte Christof Engelke, Kuratoriumsmitglied des Paech-Preises, Grahn als eine Persönlichkeit, „die mit unendlicher Geduld für die Erreichung von Zielen jeden Menschen mitnahm.“

Mehr zur Jahrestagung der VDB finden Sie in der nächsten Backtechnik Europe.

9. Termine der VDB

Technikertag Fachschule für Lebensmitteltechnik
Termin: 16. Juni 2023
Veranstalter: LG Pfalz-Saar

VDB-Kolloquium, Congress Schladming
Termin: 19. bis 20. Juni 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.

Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

INGER Verlagsgesellschaft mbH
Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland

Telefon: +49 (0)541 58 05 44-51
Telefax: +49 (0)541 58 05 44-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de

Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Newsletter 23/2023

Newsletter 23/2023

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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Aktuelle Nachrichten stehen übrigens täglich auf unserer Homepage.

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

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  1. Azubitarif: NGG und Zentralverband nicht mehr so weit auseinander
  2. Steinmüller-Insolvenz: Schäfer Dein Bäcker will nur noch 7 von 28 Filialen übernehmen
  3. 65. Geburtstag Stefan Soiné
  4. Saxonia wählt Vorstand neu
  5. Kurzarbeitergeld und Corona-Hilfen: Jetzt für die Überprüfung vorbereiten
  6. iba 2023: Karten ab jetzt erhältlich
  7. Wasgau mit guter Bilanz für 2022 – besonders Bäckerei-Sparte erfolgreich
  8. Trauer um Horst Rudolph
  9. Das neue Bäcker-ABC – diese Woche: Das Rührei

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Neues aus der Redaktion

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  1. Die Artisan SFM EC von König bei Bäckerei Ruch (Video)

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Aktuelles von der VDB

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  1. Termine der VDB
  2. VDB-Jahrestagung: Prominenter Besuch und fachkundige Vorträge

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Foto: mohamed_hassan / pixabay.com 2021

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Nachdem die Verhandlungen über die Abzubitarife zwischen dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) und der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) im März gescheitert waren, haben beide Seiten ihre Positionen bekräftigt, aber auch Einigungswillen bekundet. Auf dem Gewerkschaftstag am Wochenende formulierte NRW-Landeschef Mohamed Boudih die Auffassung, dass die Azubi-Vergütung im Bäckerhandwerk deutlich steigen sollte und nannte als Wunsch 850 Euro im ersten und 1.100 Euro im dritten Lehrjahr. Außerdem brachte er einen Fahrtkostenzuschuss von monatlich 49 Euro ins Spiel. „Die Azubis in Bäckereien rangieren bei der Vergütung im unteren Drittel aller Ausbildungsberufe – bei der Abbrecherquote dagegen sind sie im Spitzenfeld“, sagte er. Wenn die Ausbildung nicht attraktiver werden würde, würde er „für 2030 keine Wette [darauf] abschließen“, dass das jetzige Sortiment an Frühstücksbrötchen aufrechterhalten werden könne.

Nach dem Abbruch der Verhandlungen im März hatten sich beide Parteien gegenseitig vorgeworfen, eine bereits erreichte Einigung wieder verworfen zu haben. Nach Darstellung des Zentralverbandes hatte man sich bereits im Februar auf einen Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütung um bis zu 22 Prozent verständigt (im 1. Lehrjahr 830 Euro, im 2. Lehrjahr 880 Euro und 1050 Euro im 3. Lehrjahr inklusive 50 Euro Inflationsausgleichsprämie). In der zweiten Verhandlungsrunde hätte die NGG-Delegation aber insbesondere bei der Laufzeit neue Forderungen erhoben, lautete die Klage. Das sei angesichts der Heterogenität der Betriebe nicht akzeptabel hewesen, wie eine Sprecherin des Zentralverbands gegenüber der Bäckerwelt noch einmal bekräftigte.

Unsere Einschätzung: Da beide Tarifparteien ein Interesse am Abschluss eines Tarifvertrages haben, der dann für allgemeinverbindlich erklärt werden könnte, sollte eine Einigung nicht unmöglich sein. Boudihs Forderungen und das Angebot des Bäckerhandwerks liegen jedenfalls nicht mehr so weit auseinander, dass der – wünschenswerte – Kompromiss unmöglich schiene. Dem Vernehmen nach stehen in Kürze wieder zumindest informelle Gespräche an.

Der aktuelle Tarifvertrag, der vom Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt worden ist, läuft unbegrenzt und bedarf der Kündigung eines der Beteiligten. Bei der Vergütung von Auszubildenden wird nicht zwischen West und Ost unterschieden.

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Foto: BG / Lukas Orfert 2020

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Anders als ursprünglich gedacht, wird Schäfer Dein Bäcker nicht alle 28 Fachgeschäfte der insolventen Bäckerei Steinmüller (Langgöns/Hessen) übernehmen. Inzwischen sollen es nur noch sieben Standorte sein, die der Limburger Bäcker in Augenschein genommen hat. „Die große Übernahme gibt es nicht, stattdessen gibt es Einzellösungen“, sagte Insolvenzverwalter Hans Jörg Laudenbach dem Gießener Anzeiger. Abgeschlossen sei auch diese reduzierte Variante nicht, betonte er.

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– Advertorial –

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Mit dem GYRoCOMPACT, der ultimativen Lösung für das Frosten von Pizza, bleibt der Geschmack on-top! Das Erscheinungsbild, den Belag und die Qualität von Pizzen während des industriellen Tiefgerierens zu bewahren, ist keine leichte Aufgabe. Aber mit den GYRoCOMPACT Spiralfrostern von JBT Frigoscandia werden die Herausforderungen gemeistert!

Schonende Handhabung: Verabschieden Sie sich von abgeblasenen Toppings! Der kontrollierte Luftstrom des GYRoCOMPACT sorgt dafür, dass die Pizzen genauso herauskommen, wie sie hineingegangen sind, mit intaktem Belag an Ort und Stelle. Nie wieder verstreuter Käse oder Schinken im Froster.

In-Line-Perfektion: Hier wird kein Produkt beschädigt! Das selbststapelnde Band des GYRoCOMPACT garantiert eine nahtlose Förderung ohne Ruckeln oder Verrutschen. Er sichert die Positionierung der Pizza vom Einlauf bis zum Auslauf und sorgt Sie für eine reibungslose Übergabe zum Verpackungsvorgang.

Optimale Ergebnisse: Das Erzielen gleichmäßiger Temperaturen über die gesamte Bandbreite ist entscheidend. Die gleichmäßige Temperaturverteilung des GYRoCOMPACT verhindert Schwankungen und sorgt dafür, dass alle Pizzen gleichmäßig auf -18°C gefrieren. Keine Kompromisse bei der Qualität!

Die wichtigsten Vorteile: GYRoCOMPACT geht die Extrameile für Pizzahersteller.

Reinigung: Genießen Sie die Lebensmittelsicherheit mit dem automatisierten Clean-In-Place (CIP) System, das den Froster auch bei bis zu 16.000 Pizzen pro Stunde in Topform hält. Minimaler manueller Aufwand erforderlich.

Energieeinsparung: Der GYRoCOMPACT ist energieeffizient! Mit weniger Komponenten und einem geringeren Bedarf an Antriebsleistung erzielen Sie erhebliche Energieeinsparungen bei gleichbleibender Produktivität.

LVS-System: Revolutionieren Sie Ihren Gefrierprozess! Das LVS-Kältesystem von JBT Frigoscandia optimiert die Effizienz und führt Jahr für Jahr zu beeindruckenden Einsparungen bei den Kosten für Kältetechnik.

Machen Sie keine Kompromisse bei Geschmack, Belag oder Qualität, wenn Sie Pizzen im industriellen Maßstab tiefgefrieren. Entscheiden Sie sich mit GYRoCOMPACT Spiralfrostern für außergewöhnliche Ergebnisse. Entdecken Sie mehr über die GYRoCOMPACT Spiralfroster von JBT Frigoscandia.

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3. 65. Geburtstag Stefan Soiné

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INGER Verlegerin Monika Kordhanke gratulierte Stefan Soiné mit einem Sondertitel des Back Journal. Foto: BW / Dirk Waclawek 2023

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Stefan Soiné, Geschäftsführer der Ireks GmbH und Mitglied der Marktkieker-Jury, feierte am 1. Juni seinen 65. Geburtstag. Der Backbranche bekannt ist der Dipl. Braumeister und Dipl.-Ing. agr. oec. seit seinem Eintritt in die Ireks GmbH im Jahr 1992. 1995 übernahm Soine hier die technische Leitung der deutschen Backzutaten-Fertigung und dann sukzessive die technische Verantwortung im internationalen Unternehmensverbund. Viele zukunftsweisende Investitionen an den weltweiten Standorten der Ireks-Gruppe werden von ihm von der ersten Idee über die Konzeption bis zur perfektionierten Umsetzung persönlich betreut. So entstanden und entstehen Produktionsstätten und Servicezentren in Deutschland und vielen anderen Ländern, die nicht nur die aktuellen Anforderungen der Märkte erfüllen, sondern ihrer Zeit stets mehrere Schritte voraus sind. In den Folgejahren wuchs sein Zuständigkeitsbereich beständig um weitere Geschäftsbereiche am Stammsitz in Kulmbach, und er übernahm Geschäftsführungs- bzw. Aufsichtsratsfunktionen bei verschiedenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland. In der Folge verantwortete Soiné neben dem technischen Bereich und internen Funktionen auch das weltweite Malzgeschäft der Firmengruppe. Im Zuge der Neuordnung der Geschäftsbereiche ist er nun für den Vertrieb von Backzutaten im In- und Ausland sowie weiterhin für die Themen Personal, Einkauf und Logistik zuständig. Weiterlesen

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Der neue Geschäftsführende Vorstand des LIV Saxonia: Ricardo Fischer, LOM Stefan Richter, Karin Kowanda, stellv. LOM Frieder Francke, stellv. LOM Mathias Möbius (v. l. n. r.). Foto: LIV Saxonia 2023

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Bei der 33. Jahresmitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen am 4. Juni 2023 in Chemnitz wurde ein neuer Vorstand gewählt. Bäckermeister Stefan Richter aus Kubschütz ist der neue Landesobermeister; er tritt die Nachfolge von Roland Ermer an. Zum Abschluss der Versammlung sagte er: „Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen. In Sachsen haben wir einen starken Verband und mit der ADB Sachsen eine Top-Ausbildungsstätte für unser Handwerk. Es macht stolz, ein Teil davon zu sein und die sächsischen Bäcker in den nächsten Jahren zu vertreten.“

In den Geschäftsführenden Vorstand wurden Frieder Francke (Torgau, stellv. LOM), Mathias Möbius (Oederan, stellv. LOM), Karin Kowanda (Jahnsdorf) und Ricardo Fischer (Lossatal) gewählt. Den Gesamtvorstand bilden Jörg Schürer (Muldenhammer), Alexander Schellenberger (Aue), Rico Uhlig (Dresden), Heiko Schmidt (Gornsdorf), Tobias Nönnig (Ehrenfriedersdorf) und Therese Martin (Räckelwitz).

Zentralverbands-Präsident Michael Wippler überreichte Ermer die Goldene Ehrennadel des Landesinnunsgverbandes und ernannte ihn zum Ehren-Landesobermeister. Ben Hartmann, ausscheidender Geschäftsführer der BÄKO Mitteldeutschland eG, erhielt für sein jahrzehntelanges Wirken für das Bäckerhandwerk ebenfalls die Goldene Ehrennadel. Als langjähriges Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand und zuständig für die Kasse und die Finanzen, verabschiedete sich Martina Hübner (Annaberg-Buchholz) aus dem Vorstand und erhielt für ihr Engagement ebenfalls die Goldene Ehrennadel.

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Foto: Tumisu / Pixabay 2019

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Der 30. Juni 2023 ist nach Einschätzung von Arbeitsrechtsexperten der Kanzlei Schultze & Braun von zweifacher Bedeutung für Unternehmen, die vereinfacht Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter bezogen und Überbrückungshilfen erhalten haben. Erstens läuft die Regelung über die vereinfachte Beantragung von Kurzarbeitergeld zum Ende des Monats Juni aus. Bundessozialminister Hubertus Heil begründete diese Entscheidung mit der geänderten Problemlage; jetzt stehe der Fachkräftemangel im Vordergrund, nicht die Kurzarbeit. Zweitens ist angekündigt worden, dass die Zulässigkeit von Zahlungen von Kurzarbeitergeld und von Corona-Überbrückungshilfen überprüft werden sollen. „Die mögliche Rückforderung von Kurzarbeitergeld birgt für die betroffenen Unternehmen ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko“, sagte Alexander von Saenger von Schultze & Braun. „Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen zumindest einen Teil des erhaltenen Kurzarbeitergeldes zurückzahlen muss, ist sehr hoch.“ Er empfiehlt Unternehmen daher, sich auf umfangreiche Überprüfungen vorzubereiten und schon jetzt die dafür erforderlichen Unterlagen zusammenzusuchen. Dabei handelt es sich seinen Angaben zufolge um Informationen zu folgenden Vorgängen:

  • Neu- und/oder Ersatzeinstellungen: Dokumentation und Nachweis der Notwendigkeit von Neu- und/oder Ersatzeinstellungen von Mitarbeitenden im Kurzarbeitergeldzeitraum.
  • Besondere Abwesenheitszeiten: Dokumentation von besonderen Abwesenheitszeiten der Mitarbeitenden – beispielsweise bei Erkrankung, Covid-19-Quarantäne, Mutterschutz, Elternzeit, Urlaub oder Freistellung und von Änderungen dieser Abwesenheitszeiten im Laufe des Kurzarbeitergeldzeitraums.
  • Geplante Arbeits- und Abwesenheitszeiten und Arbeitszeitmodell: Dokumentation und transparente Nachweise zu den konkreten Planungen der Arbeits- und Abwesenheitszeiten („Soll-Arbeitszeit“) und des angewendeten Arbeitszeitmodells.
  • Tatsächliche Arbeits- und Kurzarbeitszeiten: Dokumentation und transparente Nachweise zu tatsächlichen Arbeits- und Kurzarbeitszeiten („Ist-Arbeitszeit“).
  • Vermeidung der Kurzarbeit: Darstellung des Prüf- und Umsetzungsprozesseses zur Vermeidung der Kurzarbeit, insbesondere vorherige Urlaubsgewährung, Nutzung von Arbeitszeitkonten und betriebsinternen zumutbaren „Ausweichtätigkeiten“.

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Foto: nathaliemeyer0 / Pixabay 2015>

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iba-Besucher können ab sofort Online-Tickets erwerben. Die Messe findet vom 22. bis 26. Oktober 2023 in München statt und erstreckt sich über zehn Hallen. Wie die Gesellschaft für Handwerksmessen mitteilt, sind inzwischen über 95 Prozent der Ausstellerfläche gebucht. Die Fokusthemen der diesjährigen Ausgabe der iba sind Food Trends, Handwerk, Gesundheit und Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung, Komplettlösungen und Qualitätssicherung.

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Der Wasgau-Markt in Otterberg. Foto: Wasgau 2023

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Der Wasgau-Konzern verzeichnete im Jahr 2022 trotz steigender Energiepreise und zunehmender Versorgungsstörungen in den globalen Lieferketten nach eigenen Angaben erneut ein überdurchschnittlich erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Umsatz belief sich auf 607 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 565 Mio. Euro gewesen. Im Segment Einzelhandel wurde der Umsatz um 2,1 % auf 444 Mio. Euro gesteigert und übertraf somit ebenfalls die Erwartungen. Besonders hebt das Unternehmen das Ergebnis der Bäckereisparte hervor, deren Umsatz um 13,8 % auf 48 Mio. Euro gesteigert werden konnte.

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Foto: Yuri_B / Pixabay 2018

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Nach kurzer Krankheit ist Dr. Horst Rudolph überraschend verstorben. In einem Nachruf würdigt Hartmut Grahn, Präsident der Vereinigung der Backbranche (VDB), die Lebensleistung Rudolphs:

Sein umfassendes Wissen und seine klaren Aussagen zu lebensmitteltechnischen und umwelttechnischen Problemstellungen haben ihn in Fachkreisen zu einem gefragten Gesprächspartner gemacht. Nach seiner Ausbildung an der Technischen Universität in Dresden war er im VEB Backwarenkombinat in Berlin schnell verantwortlich für Wissenschaft und Technik. Mit diesem Wissen war er in der Kammer der Technik leitendes Mitglied. Nach 1990 war er bis zum Ende seines Arbeitslebens bei der Firma Harry Brot GmbH zuständig für den Bereich Technologie und Umwelt. Parallel hat er in dieser Zeit in der Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein der Vereinigung der Backbranche (VDB) engagiert mitgearbeitet. Sein umfangreiches Wissen und seine klare, analytische Art haben ihn in Fachkreisen zu einem gefragten Gesprächspartner gemacht.

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Foto: Konzeptlounge 2019.

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Aus Sicht von Wikipedia:

Rührei (bundesdeutsches und Schweizer Hochdeutsch) bzw. Eierspeis(e) (österreichisches Hochdeutsch) ist im deutschsprachigen Raum ein einfaches und herzhaftes Gericht aus Eiern, die in einer Pfanne gegart werden.

Aus Sicht des Bäckers:

Wegen des überschaubaren Wareneinsatzes und seiner Vielseitigkeit lange in der Bäckergastronomie sehr beliebt.

Aus Sicht der Filialteams:

Insbesondere in schwach besetzten Filialen wegen des Zeitaufwands und der Unterbrechung des Verkaufsvorgangs zunehmend unbeliebt. Kann sich bei Personalknappheit sehr störend auf die Abläufe auswirken.

Aus Sicht des Kunden:

Sehr beliebt bei Freunden eines gepflegten Rühreifrühstücks. Beim Familienfrühstück wird es grundsätzlich in unterschiedlichen Varianten bestellt, um die rationelle Herstellung unmöglich zu machen („Bitte einmal mit Speck, einmal mit Kräutern, einmal mit Pilzen, einmal Natur). Äußerst unbebliebt bei den Kunden, die hinter den Rührei-Freunden in der Schlange stehen. Führt bei diesen oft zu einem sogenannten DKIMKEBEAB-Verhalten. (Dann-kauf-ich-mein-Käsebrötchen-eben-bei-einem-anderen-Bäcker).

Aus Sicht der Bilanz:

Anfangs durchaus beliebt, heute zunehmend abgelehnt – nicht zuletzt wegen des DKIMKEBEAB-Phänomens und der Überlastung der Filialteams. Sollte in vielen Filialen – parallel zu einer Vereinfachung des Frühstück-Angebots – aus dem Angebot genommen werden.

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Screenshot: BW 2023

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Für die Juni-Ausgabe des Back Journal hat unser Team die Bäckerei Ruch in Rosdorf besucht. Dort ist seit Dezember 2022 zur Aufarbeitung aller Kleingebäcke eine Artisan SFM EC von König im Einsatz. Es handelt sich um die bisher längste ausgelieferte Konfiguration der Anlage mit acht Modulen und etwa 16 Metern Gesamtlänge. Einen kleinen Einblick gibt das Video. Zum Start einfach auf das Bild oben klicken. Auch hier gelangen Sie zum Video auf der Bäckerwelt-Homepage!

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11. Termine der VDB

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VDB Jahrestagung
Termin: 10. bis 12. Juni 2023
Veranstalter: VDB Deutschland

Technikertag Fachschule für Lebensmitteltechnik
Termin: 16. Juni 2023
Veranstalter: LG Pfalz-Saar

VDB-Kolloquium, Congress Schladming
Termin: 19. bis 20. Juni 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Moderne Snacks in der Handwerksbäckerei Lutz Neumann
Termin: 7. September 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Erntegespräch mit Mühlenbesichtigung Roland Mills United in Recklinghausen
Termin: 14. September 2023
Veranstalter: LG Westfalen-Lippe

Alfred-Kühn-Vorlesung 2023 der Berlin-Brandenburg. Gesellschaft für Getreideforschung e.V.
Termin: 21. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

25. VDB-Forum Ost: Infotag Backwaren 2023 & die Getreideernte 2023
Termin: 22. September 2023
Veranstalter: LG Berlin-Brandenburg

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.

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12. VDB-Jahrestagung: Prominenter Besuch und fachkundige Vorträge

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Bei der Jahrestagung der VDB, die am kommenden Wochenende (10.-12. Juni 2023) in München stattfindet, wird Christian Dürr beim Bayrischen Abend (Samstag) die Festrede halten. Dürr ist Mitglied des Deutschen Bundestages und dort Vorsitzender der FDP-Fraktion. Außerdem wird während der Mitgliederversammlung am Sonntag Markus Hombach von Ireks zum Thema „VDB meets Trends“ sprechen und Norbert Lötz von Harry Brot zu aktuellen Herausforderungen der Branche.

Das Programm:

Samstag, 10. Juni 2023

  • 14:00 Uhr: Präsidiumssitzung
  • 15:00 Uhr: Vorstandssitzung
  • 16:00 Uhr: Stadtführung „Vom Marienplatz zum Viktualienmarkt“
  • 18:00 Uhr: Bayerischer Abend im Hofbräuhaus (Tracht erwünscht) mit bayerischem Buffet

Sonntag, 11. Juni 2023

  • 09:00 Uhr: Katholischer Gottesdienst in der Frauenkirche Alternative: Aufstieg auf den Alten Peter, den Turm von St. Peter
  • ab 11:30 Uhr: Mittagsimbiss im Hofbräuhaus
  • 13:00-16:00 Uhr: Mitgliederversammlung
  • ab 18:00 Uhr: Besuch des Biergartens „Chinesischer Turm“ im Englischen Garten

Montag, 12. Juni 2023

  • Besichtigung Kunstmühle Blum (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Josef Bernbacher und Sohn (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Hofbräuhaus-Brauerei (max. 30 Personen)
    Bei allen Besichtigungen ist die Gruppengröße limitiert – wer sich zuerst anmeldet, hat seinen Platz sicher!

Anmeldungen auf der Website der VDB.

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Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

INGER Verlagsgesellschaft mbH
Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland

Telefon: +49 (0)541 58 05 44-51
Telefax: +49 (0)541 58 05 44-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de

Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Schäfer bekundet Interesse an Steinmüller-Filialen
  2. Polit-Prominenz beim Tag des Deutschen Brotes
  3. Gläubiger stimmen Sanierungsplan für Gragger zu
  4. Drei Gewinnerinnen beim Lehrlings-Cup im Häussler Backdorf
  5. Harry erweitert Produktion
  6. Marketingtipp: Brotbier und Bierbrot
  7. Best Practice Days: Filiale der Zukunft und IT-Sicherheit
  8. Tipp der Woche: Streit- statt Konsenskultur

Neues aus der Redaktion

  1. Bestellung am Terminal

Aktuelles von der VDB

  1. Termine der VDB
  2. Jetzt anmelden: VDB-Jahrestagung

Seit April dieses Jahres befindet sich die Bäckerei Steinmüller mit Sitz in Langgöns (Hessen) im Insolvenzverfahren. Interesse an einer Übernahme aller 28 Filialen bekundete nun der Limburger Filialbetrieb „Schäfer Dein Bäcker”. Das teilte der Insolvenzverwalter Hans-Jörg Laudenbach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Seit 1880 ist die Bäckerei Steinmüller in Langgöns beheimatet und beschäftigte bis zuletzt 140 Mitarbeiter. Zur Schieflage führte laut Medienberichten der Ausfall von Geldern, die der Gesellschafter aufgrund der Krisenlage nicht mehr habe zuschießen wollen.

„Schäfer Dein Bäcker” gehört seit Jahren zu den dynamisch wachsenden Betrieben, aktuell betreibt die Bäckerei rund 150 Standorte.

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Zum Tag des Deutschen Brotes kamen viele bekannte Gesichter aus der Branche am Kanzleramt in Berlin zusammen. Foto: Zentralverband / Jan Konitzki 2023

Am 9. Mai fand in Berlin die Gala zum Tag des Deutschen Brotes statt. Einen würdigen Rahmen für die gelungene Veranstaltung bot das Tipi am Kanzleramt. Bei der Gelegenheit wurde der neue Brotbotschafter Lars Klingbeil, Parteivorsitzender der SPD, offiziell in sein Amt eingeführt. In seiner Antrittsrede versicherte er, die Herausforderungen für die Branche verstanden zu haben – nicht zuletzt, weil er im vergangenen Jahr viele Kontakte mit dem Bäckerhandwerk gehabt habe. Unter anderem sprach er das Thema Bürokratieabbau an: „Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und frage mich: Warum wächst die Belastung eigentlich, wenn wir uns doch einig sind, dass wir Bürokratie abbauen wollen?“ Lobende Worte fand er für das vehemente, aber faire Auftreten des Bäckerhandwerks bei politischen Fragen in der Vergangenheit. Neben Klingbeil waren außerdem ehemalige Brotbotschafter zu Gast.

Die ganze Nachricht können Sie hier kostenlos und barrierefrei auf der Bäckerwelt-Homepage weiterlesen.

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3. Gläubiger stimmen Sanierungsplan für Gragger zu

Personalmangel, Corona-Pandemie und die allgemeine Wirtschaftslage sollen einige der Gründe sein, warum die Wiener Bio-Bäckerei Gragger und Cie Ende des Jahres 2022 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnete. Doch nun scheint das Verfahren abgewendet. Meldete der Kreditschutzverband 1870 noch im März 2023, dass das Unternehmen weiterhin auf Sanierungskurs sei, kommt nun im Mai die Entwarnung: Die Gläubiger stimmten dem Sanierungsplan mit einer Gesamtquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans, mehrheitlich zu. Wie die Kronen Zeitung berichtet, erhalten die Gläubiger in den nächsten zwei Jahren insgesamt 280.000 Euro. Vor Gericht waren Forderungen von rund 1,4 Millionen Euro anerkannt worden. Zum Unternehmen gehörten sieben Filialen in Wien und Oberösterreich. Drei Standorte schloss Inhaber Helmut Gragger nach der Zahlungsunfähigkeit, außerdem legte er die Backstube in Ansfelden still und verkaufte die Ausstattung.

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Drei Erstplatzierte gingen aus dem Wettbewerb Lehrlings-Cup hervor.
Foto: Karl-Heinz Häussler GmbH 2023

Einmal im Jahr findet im Häussler Backdorf der Lehrlings-Cup statt. Dabei treten acht Lehrlinge aus den Innungen Ravensburg, Biberach, Bodenseekreis und Sigmaringen im Rahmen einer überbetrieblichen Unterweisung gegeneinander an. In diesem Jahr mussten die Nachwuchsbäcker Brote, Weizenkleingebäcke und Hefefeingebäcke kneten und formen sowie in einem originalen Holzbackofen backen. Eine Jury, bestehend aus Egolf Schiele (Bäckermeister und Fachlehrer), Oliver Unger (Bäckermeister aus Altheim) und Günter Lutz (Bäckermeister und Fachlehrer), bewertete die Arbeitsmethodik, verkostete die Backergebnisse und legte die Gewinner fest. Dieses Jahr wurden alle drei ersten Plätze von weiblichen Auszubildenden belegt: Der dritte Platz ging an Lisa Meßmer von der Bäckerei Metzler Langenargen, den zweiten Platz sicherte sich Corina Eulitz von der Bäckerei Eisinger aus Biberach und Siegerin wurde Amelie Endraß vom Fidelisbäck aus Wangen. Mit einer kleinen Siegerehrung und Preisübergabe wurde der Lehrlings-Cup 2023 beendet.

– Advertorial –

Die Bäckerbranche gehört zu den Branchen, in denen Hygiene eine besonders wichtige Rolle spielt. Kunden erwarten nicht nur leckere Backwaren, sondern auch saubere und hygienische Produktionsbedingungen. Deshalb ist es für Bäckereien wichtig, bei der Anschaffung von Backtechnik auf Hygienic Design zu achten. Hygienic Design ist ein Konzept, das bei der Planung und Fertigung von Anlagen und Maschinen angewendet wird, um die Reinigungsfähigkeit und Hygiene zu verbessern.

Die Vorteile von Hygienic Design in der Bäckerei

Hygienic Design hilft dem Anwender, Kosten und Zeit zu sparen. Mehrere Inspektionen in deutschen Bäckereien haben massive Hygienemängel aufgezeigt. Wer seinem Image oder sogar seiner Existenz nicht schaden will, muss sich streng an die Hygienestandards halten. Ein weiteres Thema sind die steigenden Kosten für Löhne, Energie und Qualitätssicherung. Sie machen die tägliche Reinigung von Anlagen und Maschinen in der Lebensmittelindustrie zu einem erheblichen Kostenfaktor. Hygienic Design spart diese Ressourcenkosten ein. Je weniger Verschmutzungen sich an Maschinen und Anlagen ansetzen, desto kürzer die Reinigungs- und Stillstandszeiten, desto günstiger also die Gesamtbetriebskosten. Mit Anlagen, die leicht, schnell und effektiv zu reinigen sind, kann der Verbrauch von Energie und Reinigungsmitteln gesenkt und gleichzeitig die Umwelt geschont werden.

Innovationen aus Edelstahl in Hygienic Design für die Bäckerei

Edelstahl ist korrosionsbeständig, langlebig und leicht zu reinigen. Deshalb werden viele Anlagen und Maschinen in der Bäckerei aus Edelstahl gefertigt. Die MFI GmbH hat sich auf hygienegerechte Intralogistik-Lösungen für die Bäckerei spezialisiert. Neben der Edelstahl-Fördertechnik hat das Unternehmen auch viele innovative und maßgeschneiderte Lösungen und Maschinen für seine Kunden entwickelt. Ein Beispiel dafür ist der HERO Universalstapler oder das TARO innovatives Lagersystem für Leehrbehälter. Beide Produkte sind in Edelstahl und Hygienic Design gefertigt und tragen dazu bei, die Effizienz und Produktivität in der Produktion zu steigern. Mehr über MFI erfahren Sie HIER.

100 Millionen Euro investiert Harry Brot in die Vergrößerung des Produktionsstandortes in Troisdorf (Rheinland). Darüber berichten verschiedene Medienportale. Im ersten Quartal 2024 sollen die neuen Produktionslinien für Toastbrot und Frischbrot demnach in Betrieb genommen werden. Aktuell sind 220 Mitarbeiter in Troisdorf beschäftigt, 100 neue Arbeitsplätze werden durch die Erweiterung geschaffen. Insgesamt produziert die Großbäckerei an zehn Standorten.

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Zum Brotbier gibt es Bierbrot: Backhaus Laquai und die Landbrauerei Rheingauer Gutsbräu vermählen ihre jeweiligen Steckenpferde. Foto: Backhaus Laquai 2023

Was kommt dabei heraus, wenn man Brot und Bier mischt? Ganz klar: Brotbier und Bierbrot. Eine kreative Kooperations-Idee, die der Landbrauerei Rheingauer Gutsbräu aus Ransel und dem Backhaus Laquai aus Lorch kam. Neben den üblichen Zutaten wie Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe enthält Laquai’s Brotbier also einen Anteil getrocknetes Brot, das mit dem Malz und dem Hopfen zusammen vergoren wird. Das Bierbrot ist unter dem Namen Laquai’s Braukruste erhältlich. Hier wird dem Teig des Dinkelmischbrots statt Wasser Brotbier zugesetzt.

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Best Practice Days: Die Tagesveranstaltungen des Kompetenzforums im Juni bieten Bäckereien praxisnahen Austausch rund um Digitalisierung. Foto: Kompetenzforum 2023

Im Juni veranstaltet das Kompetenzforum der Firmen Compdata, Optimo Bercher und KMZ wieder die Best Practice Days. Das Event bietet eine Plattform zum praxisnahen Austausch rund um digitale, integrierte Anwendungen für Bäckereien. Neben der Vorstellung einer Filiale der Zukunft, können sich Teilnehmer unter anderem darüber informieren, wie Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit sensibilisiert werden können. Die Veranstaltungen finden am 14. Juni (Düsseldorf, Holiday Inn) und am 27. Juni (Hamburg, Leonardo Hotel Hamburg-Stillhorn) statt. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist über die Webseite www.it-kompetenz-forum.de möglich.

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Das Problem.

In manchen Bäckereien sind Chefin oder Chef so dominant, dass es zu keinen kontroversen Diskussionen mit den Führungskräften mehr kommt. Ständige, scheinbare Einigkeit verhindert aber Entwicklung und fördert den Stillstand.

Was ist zu tun?

Wenn Ihnen die Mitarbeiter immer zustimmen, hat das nichts mit Wertschätzung, sondern eher mit innerer Kündigung zu tun. Fördern Sie deshalb eine Debatten- und Streitkultur, so lange die Diskussionen auf der Sachebene bleiben. Versuchen Sie es mit einer Prise Humor, falls die Wellen einmal hochschlagen. Für die Entwicklung des Unternehmens ist konstruktive Kritik langfristig ein Geschenk.

Sie haben Fragen? Gerne! Hier können Sie Katja Thiele-Hann eine Nachricht schicken.

Anke Samuelson an dem von ihr entwickelten Bestell-Terminal. Foto: BJ / Dirk Waclawek 2023

Die Bäckerei Der Beck aus Erlangen hat im Mai 2022 einen Casa Pane Standort auf die Bestellterminals von Samuelson umgestellt. Den Erfahrungsbericht lesen Sie in der Mai-Ausgabe des Back Journal. Wir nehmen Sie an dieser Stelle aber schon gerne auf einen Rundgang durch die Filiale mit. Zum Video kommen Sie hier.

Lesen Sie den vollständigen Artikel aus dem Back Journal und erfahren Sie mehr über die Bestellterminals von Samuelson. Sie erhalten ihn in unserem Online-Archiv – für Digital-Abonnenten des Back Journal kostenfrei.

Auftaktveranstaltung 2023 der Landesgruppe Hamburg/Schleswig Holstein
Termin: 23. Mai 2023
Veranstalter: LG Hamburg/Schleswig Holstein

VDB Jahrestagung
Termin: 10. bis 12. Juni 2023
Veranstalter: VDB Deutschland

Technikertag Fachschule für Lebensmitteltechnik
Termin: 16. Juni 2023
Veranstalter: LG Pfalz-Saar

VDB-Kolloquium, Congress Schladming
Termin: 19. Juni 2023 bis 20. Juni 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.

Die Vereinigung der Backbranche (VDB) lädt vom 10. bis 12. Juni 2023 zu ihrer Jahrestagung ein. Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm:

Samstag, 10. Juni 2023

  • 14:00 Uhr: Präsidiumssitzung
  • 15:00 Uhr: Vorstandssitzung
  • 16:00 Uhr: Stadtführung „Vom Marienplatz zum Viktualienmarkt“
  • 18:00 Uhr: Bayerischer Abend im Hofbräuhaus (Tracht erwünscht) mit bayerischem Buffet

Sonntag, 11. Juni 2023

  • 09:00 Uhr: Katholischer Gottesdienst in der Frauenkirche Alternative: Aufstieg auf den Alten Peter, den Turm von St. Peter
  • ab 11:30 Uhr: Mittagsimbiss im Hofbräuhaus
  • 13:00-16:00 Uhr: Mitgliederversammlung
  • ab 18:00 Uhr: Besuch des Biergartens „Chinesischer Turm“ im Englischen Garten

Montag, 12. Juni 2023

  • Besichtigung Kunstmühle Blum (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Josef Bernbacher und Sohn (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Hofbräuhaus-Brauerei (max. 30 Personen)
    Bei allen Besichtigungen ist die Gruppengröße limitiert – wer sich zuerst anmeldet, hat seinen Platz sicher!

Anmeldungen auf der Website der VDB.

Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

INGER Verlagsgesellschaft mbH
Dirk Waclawek
Luisenstraße 34
49074 Osnabrück
Deutschland

Telefon: +49 (0)541 58 05 44-51
Telefax: +49 (0)541 58 05 44-99
E-Mail: waclawek@baeckerwelt.de

Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
USt. ID: DE 256 842 267

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Inhalt

Allgemeine Nachrichten

  1. Lars Klingbeil ist Brotbotschafter 2023
  2. Bäckerei Dörsch (Hof) ist insolvent
  3. Großbäcker-Abschlüsse in Hessen und BaWü: NGG zufrieden
  4. Zahl der Azubis im Bäckerhandwerk geht weiter zurück
  5. Überfall auf Ausfahrer einer Bäckerei
  6. Hobart lobt Sonderpreis für „Koch des Jahres“ aus
  7. VDMA zieht positive Bilanz für 2022
  8. Tipp der Woche: Es muss nicht immer perfekt sein

Neues aus der Redaktion

  1. Besuch des Kleinsupermarktes Tegut… Teo in Hanau

Aktuelles von der VDB

  1. Termine der VDB
  2. Jetzt anmelden: VDB-Jahrestagung

Lars Klingbeil, der Botschafter des Deutschen Brotes 2023. Foto: Zentralverband / Jan Konitzki 2023

Der Bundestagsabgeordnete und SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil ist Botschafter des Deutschen Brotes 2023. Dazu hat ihn der Zentralverband anlässlich des Tages des Deutschen Brotes ernannt. Am 9. Mai (Dienstag) werden Klingbeil auf einer festlichen Abendveranstaltung in Berlin Urkunde, Pokal und Bäckerjacke überreicht. Es werden zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft erwartet.

ZV-Präsident Michael Wippler würdigte Klingbeil als engagierten Politiker, der sein Ohr an der Basis habe und zuhöre. „Mit Lars Klingbeil ist das Amt des Brotbotschafters 2023 ideal besetzt. Er ist jung, ambitioniert und leidenschaftlich und verkörpert damit Eigenschaften, die auch auf die deutschen Innungsbäcker zutreffen. Wir freuen uns sehr, Herrn Klingbeil in unserer Bäckerfamilie begrüßen zu dürfen, und sind stolz darauf, dass er sich für die Belange unseres schönen Handwerks einsetzen möchte.“

Klingbeil zeigte sich erfreut über die Ehrung. „Als Brotbotschafter möchte ich mein Engagement für dieses traditionelle deutsche Handwerk noch einmal intensivieren. Die deutsche Brot- und Brötchenkultur ist einmalig“, sagte er.

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Symbolbild. Foto: Maria / Pixabay 2017

Die Bäckerei Dörsch aus Hof (Franken) (48 Mitarbeiter, 10 Fachgeschäfte) ist insolvent. Das Amtsgericht Hof bestellte am 4. Mai 2023 Peter Roeger von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Als Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bäckerei wurden die zuletzt stark gestiegenen Preise für Roh- und Betriebsstoffe sowie die hohen Energiekosten genannt. Es sei der Bäckerei nicht gelungen, diese Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugegeben. Zudem seien die Umsätze rückläufig, da sich die Kunden in Kaufzurückhaltung übten.

Dörsch-Geschäftsführer Christopher Strößner sagte: „Die Lage ist für viele Bäckereien sehr schwierig. Wir arbeiten härter denn je, aber dennoch macht unser Betrieb keinen Gewinn. Wir haben frühzeitig Antrag gestellt und werden das Insolvenzverwalterteam tatkräftig unterstützen. Ich hoffe, dass unser Betrieb gerettet werden kann.“ Ungeachtet der Insolvenz wird der Geschäftsbetrieb fortgeführt, das Hauptgeschäft und die neun Filialen haben weiter geöffnet. Außerdem werden alle Abnehmer sowie die SB-Regale wie gewohnt beliefert. Insolvenzverwalter Roeger sagte: „Unser Ziel ist es, dem Traditionsunternehmen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.“

Die Bäckerei Dörsch wurde 1937 gegründet. Bäckermeister Christopher Strößner leitet das Familienunternehmen in vierter Generation.

– Advertorial –

Schäfer Dein Bäcker setzt auf die BäckerAI

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz sorgt die BäckerAI für eine Zeitersparnis von über 90% für die operative Planung und ermöglicht es Ihnen, das volle Umsatzpotenzial Ihres Unternehmens auszuschöpfen. Gleichzeitig wird eine maximale Warenverfügbarkeit erzielt und die Retouren um bis zu 30% reduziert.

Durch die BäckerAI erhalten Sie eine nie dagewesene Transparenz in Ihren Zahlen. Sie erfahren, wo durch vorzeitige Ausverkäufe Umsatz verloren gegangen ist, in welchen Filialen falsch kassiert wird oder wo die Retouren zu hoch sind. Auch das Beplanen von Mehrtages- und TK-Produkten, sowie häufig wechselnde Sortimente sind mit der BäckerAI kein Problem.

Unsere Experten kümmern sich um die vollständige Integration in Ihre bestehenden Systeme und stehen Ihnen kontinuierlich mit fachkundigem Rat zur Seite. Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, unsere Planungslösung drei Monate unverbindlich und ohne Vertragslaufzeit zu testen und buchen Sie hier Ihr kostenloses Erstgespräch.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website.

3. Großbäcker-Abschlüsse in Hessen und BaWü: NGG zufrieden

Foto: geralt / Pixabay 2019

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Tarifverhandlungen mit den Großbäckern in Hessen und Baden-Württemberg hat sich die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Südwest (NGG) geäußert. Es sei ein „ein guter Tarifabschluss“ für die rund 2.000 Beschäftigten in der Brot- und Backwarenindustrie in Hessen und die rund 1.500 Beschäftigten in Baden-Württemberg gelungen, wie Verhandlungsführer und Landesbezirksvorsitzender Uwe Hildebrand mitteilte.

In Hessen erhöhen sich die Löhne ab dem 1. Juni 2023 um 7 Prozent, ab dem 1. Oktober 2023 um weitere 1,5 Prozent. Zusätzlich wird mit der Mai-Abrechnung 2023 eine Inflationsausgleichsprämie von netto 1.450 Euro ausbezahlt. Teilzeitkräfte erhalten diese anteilig, Azubis erhalten 50 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 13 Monaten kann frühestens zum 28. Februar 2024 gekündigt werden.

In Baden-Württemberg erhöhen sich die Löhne ab dem 1. Juni 2023 um 7 Prozent, ab dem 1. Oktober 2023 um weitere 1,5 Prozent. Zusätzlich wird mit der Mai-Abrechnung 2023 eine Inflationsausgleichsprämie von netto 1.250 Euro ausbezahlt. Teilzeitkräfte erhalten diese anteilig, Azubis erhalten 50 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 13 Monaten kann frühestens zum 31. März 2024 gekündigt werden.

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Foto: Philippe Ramakers / Pixabay 2020

Anlässlich des Tages des Deutschen Brotes 2023 hat der Zentralverband seine Ausbildungsstatistik für das Jahr 2022 präsentiert. Im vergangenen Jahr befanden sich ihr zufolge 4.211 angehende Bäcker (-11,2 Prozent) und 6.495 Bäckereifachverkäufer (-11,6 Prozent) in der Ausbildung, was einem Gesamtrückgang von 11,4 Prozent entspricht. Im Jahr 2022 bestanden 1.257 Auszubildende ihre Prüfung zum Bäcker, im Bereich Fachverkauf waren es 1.934. 264 Gesellen schlossen erfolgreich ihre Meisterprüfung ab, darunter 86 Frauen, was einer Zunahme von 34,4 Prozent entspricht. Insgesamt sank die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen um 11,7 Prozent. Auch die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund sank um 13,8 Prozent (Anteil an Gesamtzahl: 19,5 Prozent).

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Friedemann Berg betonte, dass die Bundesregierung den Fachkräftemangel mit absoluter Priorität behandeln müsse, um die duale Ausbildung attraktiver zu machen: „Der Akademisierungstrend der vergangenen Jahrzehnte muss gestoppt werden, indem die Berufsorientierung an allen Schulen, insbesondere an Gymnasien, weiter verbessert und ausgebaut wird. Des Weiteren müssen schnell mehr Wohnangebote für Auszubildende entstehen. Überall im Land gibt es Studentenwohnheime, während man Azubi-Wohnheime vergeblich sucht. Die Wohnungsnot in den Städten führt mittlerweile dazu, dass Ausbildungsverträge nicht zustande kommen, weil die Bewerber keinen bezahlbaren Wohnraum finden.“

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Foto: USA-Reiseblogger / pixabay.com 2021

In Wolfratshausen (Bayern) ist der Fahrer eines Lieferfahrzeugs einer Bäckerei überfallen und ausgeraubt worden. Als der Fahrer in der Nacht zum Donnerstag, gegen halb vier, an einem Fachgeschäft sein Auto verlassen hatte, trat ein Unbekannter von hinten an ihn heran, hielt ihm einen nicht identifizierten Gegenstand – möglicherweise eine Schusswaffe – an den Kopf und entwendete ihm Geld und Uhr. Der Unbekannte floh in Begleitung eines weiteren Mannes. Der Überfallene, der unversehrt blieb, war nicht in der Lage, eine sachdienliche Beschreibung des Täters abzugeben. Die Kripo hat Zeugen gebeten, sich zu melden.

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Einer der Finalisten beim Wettbewerb “Koch des Jahres” erhält einen Two-Level-Washer mit zweiter Spülkammer von Hobart. Foto: Hobart 2023

Hobart tritt beim diesjährigen Wettbewerb „Koch des Jahres“ zum zweiten Mal als Sponsor auf. Das Unternehmen hat als Sonderpreis einen nagelneuen Two-Level-Washer mit zwei Waschkammern ausgelobt. Da Hygiene in einer professionellen Küche hohe Priorität habe, sei Hobart ein idealer Partner des Kochwettbewerbs. Man stelle innovative Spültechnik her, die zuverlässig arbeite und einfach zu bedienen sei. Man werde daher seit mehr als 125 Jahren als Partner der Gastronomie und Hotellerie geschätzt. „Das Spülen läuft zwar im Hintergrund ab, aber die großartigste Kochperformance kommt nicht ohne intelligente Spültechnik aus – das möchten wir mit unserem Sponsoring betonen“, erklärt Markus Bau, Director Food Service bei Hobart. „Außerdem wollen wir junge Kochtalente fördern und – als Innovationsführer in unserem Bereich – die Innovation und Kreativität in der Gastronomie vorantreiben.“

Christian Traumann, Vorsitzender des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. Foto: VDMA 2023

Die Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenhersteller Deutschlands haben im Jahr 2022 nach Mitteilung ihres Verbandes VDMA wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. 2019 hatte die Branche einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro erzielt, 2022 konnten die Hersteller einen Produktionszuwachs von sieben Prozent auf 15,8 Milliarden Euro am Standort Deutschland erreichen. „Auch im schwierigen Jahr 2022 blieb die Nachfrage nach unseren Maschinen hoch“, erklärte VDMA-Vorsitzender Christian Traumann. „Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen einen entscheidenden Beitrag für die sichere Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit Lebensmitteln, Getränken und pharmazeutischen Produkten leisten.“

Bei den Exporten verlief die Entwicklung nach Angaben Traumanns verhaltener. Die Auslandslieferungen der Branche seien im Jahr 2022 um 1,7 Prozent auf knapp 9 Milliarden Euro gesunken. Dabei seien die Exporte in die EU-27 um 4 Prozent gefallen, in die Region Sonstiges Europa um 8 Prozent. Insgesamt seien 49 Prozent der deutschen Lieferungen in europäische Länder gegangen, davon 34 Prozent in die EU. Mehr als die Hälfte der Exporte seien in Länder außerhalb Europas mit Schwerpunkten in Nordamerika und Asien geliefert worden. Mit Abstand wichtigster Markt seien wieder die USA. Die Exporte in den zweitwichtigsten Markt – China – seien trotz der dortigen Null-Covid-Strategie und den damit verbundenen Reisebeschränkungen um 11 Prozent auf den Rekordwert von 605 Millionen Euro gestiegen. „Das zeigt, dass unsere Produkte im chinesischen Markt nach wie vor stark gefragt sind. Hochleistungsmaschinen und verfahrenstechnisches Know-how sichern uns hier die Marktposition“, sagte Traumann.

Der VDMA vertritt 3.600 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, die insgesamt rund 3 Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen in Deutschland beschäftigen. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt 770 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.

Das Problem.

Chefinnen und Chefs haben oft ihre Steckenpferde, bei denen sie nur 100 Prozent Qualität akzeptieren. Zwar ist Gewissenhaftigkeit wichtig, doch Perfektionismus kostet viel Kraft und bringt nicht unbedingt bessere Ergebnisse.

Was ist zu tun?

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Blick ins Innere des Tegut Teo am Hanauer Hauptbahnhof. Foto: BJ / Benno Kirsch 2023

Mit seinem „Tegut Teo“ hat der Lebensmitteleinzelhändler Tegut aus Fulda einen Vollsortimenter ohne Kassenpersonal entwickelt, dessen 950 Artikel auf nur 50 Quadratmetern Platz finden. Das Back Journal hat den Standort in Hanau besucht und sich angesehen, wie das System funktioniert.

Sehen Sie sich das Video an, das unser Redakteur bei seinem Besuch erstellt hat! In der nächsten Ausgabe des Back Journal, die am 18. Juni 2023 erscheint, können Sie einen ausführlichen Artikel lesen und mehr über den kleinsten Vollsortimenter der Welt erfahren.

Teigteilung und mehr. Mit den Firmen Handtmann und Ireks
Termin: 10. Mai 2023
Veranstalter: LG Sachsen-Thüringen

Auftaktveranstaltung 2023 der Landesgruppe Hamburg/Schleswig Holstein
Termin: 23. Mai 2023
Veranstalter: LG Hamburg/Schleswig Holstein

VDB Jahrestagung
Termin: 10. bis 12. Juni 2023
Veranstalter: VDB Deutschland

Technikertag Fachschule für Lebensmitteltechnik
Termin: 16. Juni 2023
Veranstalter: LG Pfalz-Saar

VDB-Kolloquium, Congress Schladming
Termin: 19. Juni 2023 bis 20. Juni 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Betriebsbesichtigung Bäckerei Evertzberg, Remscheid
Termin: 4. Juli 2023
Veranstalter: LG Rheinland

Feldtag der Uni Hohenheim
Termin: 12. Juli 2023
Veranstalter: LG Baden-Württemberg

VDB-Erntegespräch, BÄKO Österreich, Linz
Termin: 6. September 2023
Veranstalter: VDB Österreich

Um sich für eine der genannten Veranstaltungen anzumelden, wenden Sie sich bitte direkt an die VDB.

Die Vereinigung der Backbranche (VDB) lädt vom 10. bis 12. Juni 2023 zu ihrer Jahrestagung ein. Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm:

Samstag, 10. Juni 2023

  • 14:00 Uhr: Präsidiumssitzung
  • 15:00 Uhr: Vorstandssitzung
  • 16:00 Uhr: Stadtführung „Vom Marienplatz zum Viktualienmarkt“
  • 18:00 Uhr: Bayerischer Abend im Hofbräuhaus (Tracht erwünscht) mit bayerischem Buffet

Sonntag, 11. Juni 2023

  • 09:00 Uhr: Katholischer Gottesdienst in der Frauenkirche Alternative: Aufstieg auf den Alten Peter, den Turm von St. Peter
  • ab 11:30 Uhr: Mittagsimbiss im Hofbräuhaus
  • 13:00-16:00 Uhr: Mitgliederversammlung
  • ab 18:00 Uhr: Besuch des Biergartens „Chinesischer Turm“ im Englischen Garten

Montag, 12. Juni 2023

  • Besichtigung Kunstmühle Blum (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Josef Bernbacher und Sohn (max. 30 Personen)
  • Besichtigung Hofbräuhaus-Brauerei (max. 30 Personen)
    Bei allen Besichtigungen ist die Gruppengröße limitiert – wer sich zuerst anmeldet, hat seinen Platz sicher!

Anmeldungen auf der Website der VDB.

Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Bäckerwelt-Newsletter ist die

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49074 Osnabrück
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Geschäftsführung: Monika Kordhanke, Henning Tau
Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201221
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